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Jeppe Heins Kunstbänke in Mülheim: Revolution für öffentlichen Raum!

In Mülheim an der Ruhr wurde eine neue Bank des dänischen Künstlers Jeppe Hein eingeweiht, die nicht nur als Sitzgelegenheit dient, sondern auch die Kunstwelt revolutionieren soll. Hein, geboren 1974 in Kopenhagen und heute in Berlin lebend, ist bekannt für seine interaktiven Installationen, die das Publikum zur aktiven Teilnahme einladen. Seine ungewöhnlichen Bänke sind in verschiedenen Städten weltweit zu finden und zeichnen sich durch ihre verzerrten, gebogenen und fragmentierten Formen aus.

Die neueste Bank in Mülheim erstrahlt in kräftigem Lilaton, ein Symbol für Hoffnung, Veränderung, Kreativität und spirituelle Erneuerung. Diese Bank soll nicht nur als Kunstobjekt fungieren, sondern auch als Ausdruck von Optimismus und Gemeinschaftsgefühl in der Stadt. Hein hört auf die Inspiration aus der Wahrnehmung von Raum und sozialer Interaktion; seine Kunstwerke sollen aktiv erlebt und genutzt werden.

Interaktive Kunstwerke und wirtschaftlicher Erfolg

Jeppe Hein hat hohe Nachfrage und wirtschaftlichen Erfolg erzielt, indem Städte und Institutionen seine Bänke zur Aufwertung öffentlicher Räume beauftragen. Die Preise seiner Werke variieren stark, wobei beispielsweise die „Moving Bench #2“ von 2014 für 11.250 Euro verkauft wurde und die „Modified Social Bench ‚2‘“ aus dem Jahr 2019 für 8.125 britische Pfund. Individuell beauftragte Bänke können noch teurer sein.

Heins Arbeiten sind in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit vertreten. Er kombiniert minimale Bildsprache mit Konzeptuellem und Sinnlichem. Seine Werke, darunter die Modified Social Bench NY #10 und die Mirror Balloons, fordern dazu auf, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und soziale Grenzen zu überwinden. Die Mirror Balloons, die über den Köpfen der Betrachter platziert sind, verzerren die Umgebung und involvieren den Betrachter aktiv.

Mit eigenständigen Konzepten, die architektonisches und möbeldesign-technisches Denken vereinen, fragt Heins Kunst nach Verhaltens- und Wahrnehmungsnormen. Er betrachtet seine Kunst als „Herzensöffner“ und möchte die Menschen dazu bringen, sich auf neue Arten zu begegnen und auszutauschen.

Insgesamt bietet Jeppe Hein mit seinen interaktiven Kunstwerken neue Erfahrungsräume im öffentlichen Raum, die helfen, das Gefühl der Gemeinschaft zu stärken und ein Bewusstsein für soziale Interaktionen zu schaffen.