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Kirk Douglas und der Riesenkraken: Ein Filmabend voller Magie!

Im Filmhaus Saarbrücken wird ein besonderer Filmklassiker präsentiert, der nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch durch die Art der Vorführung begeistert. Der Film, der auf einer großen Spule gezeigt wird, die wie ein Kanaldeckel aussieht, ist „20.000 Meilen unter dem Meer“. Das Filmband hat eine Breite von dreieinhalb Zentimetern und zieht sich von der Spule bis unter die Decke des Vorführraumes, wo es quer durch den Raum verläuft, bevor es in den Projektor „Ernemann 12“ fällt. Dieser Projektor ist in der Lage, sowohl 35- als auch 16-Millimeter-Filme abzuspielen und projiziert die Bilder mit viel Licht an die Leinwand.

Gezeigt werden ikonische Szenen, darunter Kirk Douglas, der in einem geringelten Matrosen-T-Shirt gegen einen Riesenkraken kämpft. Auch James Mason, der Kapitän Nemo spielt, ist Teil des fantastischen Abenteuers, das in türkisfarbenem Hollywood-Gewässer stattfindet. Eine bemerkenswerte Szene zeigt ihn, wie er Bach auf einer Orgel spielt, während das U-Boot „Nautilus“ durch die Tiefen der Meere gleitet.

Filmhistorische Hintergrundinformationen

„20.000 Meilen unter dem Meer“ wurde unter der Regie von Richard Fleischer im Jahr 1954 veröffentlicht und basiert auf Jules Vernes gleichnamigem Roman von 1870. Das Drehbuch stammt von Earl Felton, und der Film wurde von Walt Disney Productions produziert. In der Hauptbesetzung sind neben Kirk Douglas auch James Mason, Paul Lukas und Peter Lorre zu sehen. Der Film wurde in Technicolor gefilmt und gilt als einer der ersten ausgewachsenen Filme in CinemaScope.

Eine der bemerkenswertesten Auszeichnungen des Films sind zwei Academy Awards, die für die künstlerische Gestaltung und die Spezialeffekte verliehen wurden. Die Handlung setzt im Jahr 1868 ein und folgt den Abenteuern von Professor Aronnax, seinem Assistenten Conseil und dem Harpunier Ned Land, die auf ein U-Boot, das Nautilus, stoßen. Der Film zeigt spannende Abenteuer und endet dramatisch, als der Kapitän Nemo seine Basis Vulcania zerstören muss, wobei er selbst zu Tode kommt.

Die Dreharbeiten fanden an verschiedenen Orten, darunter die Bahamas, Jamaika und Kalifornien, statt, und die Produktionskosten beliefen sich auf etwa 9 Millionen Dollar, was ihn zur teuersten Produktion in Hollywood zu dieser Zeit machte. Der Film eröffnete zunächst als zweitplatzierter im Kino, wurde aber bald zur Nummer eins und erzielte bis Januar 1956 8 Millionen Dollar an Ausleihgebühren.