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Köln plant Bürgerentscheid für nachhaltige Olympia-Bewerbung 2036!

Die Stadt Köln plant, die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region für die Olympischen Spiele 2036 oder 2040 zu unterstützen. Der Kölner Stadtrat hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung aktiv an dem Prozess teilnehmen soll und die notwendigen Grundlagen schaffen wird. Dies geschieht im Rahmen eines Verfahrens des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), das den Dialog mit der Zivilgesellschaft betont.

Die Entscheidung gehört zu einem zweistufigen Auswahlprozess, der potenzielle Bewerber für eine nationale Nominierung ermitteln soll. Nach der Auswahl wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) über den Austragungsort entscheiden. Die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, unterstrich die Bedeutung der Zustimmung der Bevölkerung für die Bewerbung. Die Verwaltung soll strukturelle Unterstützung leisten, während ein Bürgerentscheid vorbereitet wird, um die Meinungen der Stadtgesellschaft einzuholen. In diesem Zusammenhang sollen die Chancen und Risiken der Spiele offen kommuniziert werden.

Bewerbung und Nachhaltigkeit

Die Initiative „Rhein Ruhr City 2036“ verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Bewerbung, die minimalen Ressourcenverbrauch und die maximalen Nachnutzung der bestehenden Infrastruktur anstrebt. Grundlage bildet die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Dies wird ergänzt durch die Tatsache, dass die Rhein-Ruhr-Region bereits in der Vergangenheit versucht hat, Olympische Spiele auszurichten, jedoch 2012 nicht erfolgreich war, als Leipzig als deutscher Bewerber ausgewählt wurde und London den Zuschlag erhielt, wie [WDR](https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/olympia-nrw-plaene-100.html) berichtete.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, erklärt, dass das Land bereit sei, Teil einer deutschen Olympia-Bewerbung zu sein. Sechzehn Städte, darunter Aachen, Bochum, Dortmund und Düsseldorf, bewerben sich gemeinsam um die Austragung. Interessanterweise sind 95 Prozent der benötigten Wettkampfstätten bereits vorhanden, was die Nachhaltigkeit des Konzepts unterstreicht. Die Planung umfasst zudem zahlreiche Sportarten und deren Austragungsorte, darunter Basketball in Düsseldorf, Hockey in Mönchengladbach und Schwimmen in Gelsenkirchen.

Der DOSB plant in naher Zukunft Gespräche mit dem IOC über die Olympia-Bewerbung zu führen, wobei die Entscheidung über den deutschen Bewerber im Frühjahr 2024 erwartet wird.