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Landwirte im Werra-Meißner-Kreis hoffen auf dringend benötigten Regen

Im Werra-Meißner-Kreis ist die Situation für die Landwirte aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der niedrigen Temperaturen aktuell angespannt. Seit Anfang Februar hat es kaum geregnet, doch die Landwirte zeigen sich bislang noch entspannt. Uwe Roth vom Kreisbauernverband berichtet, dass die Grundwasserkörper gut gefüllt sind und die Pflanzenwurzeln im tieferen Untergrund Feuchtigkeit finden können. Dennoch wird nach mehr Regen und höheren Temperaturen verlangt, insbesondere für die Sommergerste, Zuckerrüben und Ackerbohnen.

Die Kirschblüte im Werratal hat sich aufgrund der kalten Nächte mit Frost verzögert; erste Blüten werden erst in einer Woche erwartet. Eberhard Walther, ein Experte für Kirschen, sieht bereits erste Knospen, die sich bei steigenden Temperaturen öffnen sollten. Roth äußert zudem Zufriedenheit mit der späteren Pflanzenentwicklung, da dies helfen könnte, Maifrösten vorzubeugen, die die frühe Blüte im April gefährden könnten, insbesondere für Kirschenanbauer.

Trockene Zeiten und ihre Folgen

Zusätzlich zur aktuellen Situation berichten andere Medien über die Herausforderungen, die Landwirte im Werra-Meißner-Kreis aufgrund von länger anhaltender Trockenheit und extremen Temperaturen im Sommer 2022 bereits erleben mussten. Herbstkulturen wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln benötigen dringend Niederschlag. Laut Uwe Roth, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Werra-Meißner, werden die Erntemengen bei Getreide und Raps geringer ausfallen als erhofft, da die Pflanzen bereits in den Vormonaten unter Trockenheit litten.

Einige Maispflanzen zeigen Anzeichen von Stress, darunter das Rollen der Blätter und die Ausbildung von Blütenrispen. Auch Zuckerrüben weisen „schlafende Bestände“ auf, bei denen die Blätter schlaff auf dem Boden liegen. Das Hessische Umweltministerium beschreibt die Situation für die Landwirtschaft als schwierig: Der Dürremonitor zeigt schwere Dürre im Gesamtboden und außergewöhnliche Dürre im Oberboden. Höhere Temperaturen führen zu einem erhöhten Wasserbedarf der Pflanzen und häufigerem Stress aufgrund der Trockenheit. Die Situation im Grünland ist ebenfalls angespannt, da Wiesen austrocknen und nährstoffhaltiges Gras rar wird.

Torsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, berichtet von der Notwendigkeit, Vieh auf der Weide zuzufüttern, und die Familie Möller hat Schwierigkeiten, Vorräte für den Winter anzulegen. Dringend benötigter Landregen wird gefordert, da einzelne heftige Schauer nicht ausreichen, um die Böden zu verbessern.

Für den Werra-Meißner-Kreis sind die kommenden Wochen entscheidend, da die Landwirte auf Regen und höhere Temperaturen hoffen, um die Pflanzenentwicklung zu fördern und mögliche Ernteausfälle zu minimieren. Während die gegenwärtige Trockenheit noch zu beherrschen scheint, könnte ein längerer Regenmangel jedoch kritische Auswirkungen auf die im Herbst ausgesäten Früchte wie Raps haben.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage der Landwirte in der Region finden Sie in den Artikeln von Werra-Rundschau und HNA.