
In der aktuellen Diskussion um die Jugendbeteiligung im Landkreis Vorpommern-Greifswald fordern die Jugendbeiräte finanzielle Unterstützung, um ihre Arbeit effizienter gestalten zu können. Wie nordkurier.de berichtete, hat der Landesrat der Stadt- und Kreisjugendringe Mecklenburg-Vorpommern ein Positionspapier veröffentlicht, in dem die Anliegen der jungen Menschen in der Region zusammengefasst sind. Ein dreiviertel Jahr nach den Kommunalwahlen im Juni 2024 drängen die Jugendlichen darauf, ihre politische Mitbestimmung zu intensivieren.
In einem offenen Brief wird eine nachhaltige Jugendpolitik eingefordert, die in der kommunalen Politik verankert ist. Zudem appellieren die Jugendlichen an die Entscheidungsträger, Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe zu verstehen. Besonders betont wird die Notwendigkeit einer „verlässlichen Finanzierung“, die als entscheidend für das politische Wirken der Jugendlichen angesehen wird.
Forderungen und Sprechstunde
Nach den Kommunalwahlen konstituierten sich neue Gemeindevertretungen und Kreistage, was Anlass für die Jugendlichen ist, engagiert jugendgerechte Lebensbedingungen einzufordern. Sie betonen, dass faire Chancen für Kinder und Jugendliche unabdingbar sind, unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund. Zu den wichtigen Aspekten zählen vor allem bezahlbarer Wohnraum, berufliche Perspektiven, öffentlicher Nahverkehr und attraktive Freizeitangebote.
Die Jugendlichen sehen sich als unverzichtbare Partner der Kommunalpolitik und möchten auf die Notwendigkeit einer stabilen finanziellen und personellen Ausstattung für ihre Verbände hinweisen. Darüber hinaus fordern sie langfristige Leistungsvereinbarungen sowie den Ausbau der Personalstellen für Jugendbeteiligung in den Kommunen. Der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ueckermünde lädt am 28. März zu einer Sprechstunde ein, bei der Ideen und Wünsche der Jugendlichen direkt besprochen werden können. Diese Sprechstunde findet von 15 bis 17 Uhr im Freizeitzentrum Ueckermünde statt.
Ein weiteres Thema, das für die Förderung der Beteiligung von jungen Menschen von Bedeutung ist, sind die Jugendparlamente. Diese haben sich als ein wichtiges Format der kommunalen Jugendbeteiligung etabliert, wie dbjr.de hervorhebt. In vielen Bundesländern und auf Bundesebene wird das Recht auf Beteiligung junger Menschen als wichtiges politisches Ziel verfolgt. Die Infrastruktur für Jugendparlamente ermöglicht es den Jugendlichen, in Entscheidungsprozesse der Kommunen aktiv eingebunden zu werden.