
Am 2. April 2025 wurde der Rastplatz Wüstenforst auf der A2 in Richtung Hannover seit etwa 16:30 Uhr aufgrund eines Vorfalls mit einem Gefahrguttransporter gesperrt. Der LKW transportierte mehrere Gefahrgutstoffe, darunter mehrere Säuren. Laut einem Update um 22:30 Uhr haben etwa 120 Einsatzkräfte die Unfallstelle erreicht, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Ein Umfüllbehälter für den ausgelaufenen Stoff wurde vor Ort bereitgestellt. Die Einsatzkräfte des ABC-Dienstes arbeiten daran, die gefährlichen Materialien zu entladen und die Behälter auseinander zu ziehen. Eine erhebliche Menge an Säure ist ausgelaufen, teilweise mit Auffangbehältern aufgefangen. Es ist noch unklar, aus welchem Tank der Stoff ausgelaufen ist und um welche spezielle Säure es sich handelt. Der Gefahrguttransporter hatte Tanks mit Volumen von 20 bis 1.000 Litern geladen.
Einsatzkräfte und Vorgehensweise
Die Lage gestaltet sich schwierig, da eine Vermischung der unterschiedlichen Stoffe eine Kettenreaktion hervorrufen könnte. Erst um 20:16 Uhr konnte eine erste Meldung über „organisches Peroxid“ als ausgelaufenen Stoff als falsch eingestuft werden. Martina Ede gab an, dass es sich um eine Säure handelt, die genaue Art jedoch noch unklar ist. Ortswehren aus Genthin sowie die Genthiner Stadtwehr sind im Einsatz, um die Kontrolle über die Lage zu unterstützen.
Eine Drohne wurde eingesetzt, um den LKW aus der Luft zu erkunden, jedoch konnte kein Leck lokalisiert werden. Der ABC-Dienst des Landkreises ist mit voller Schutzmontur dem LKW nähergekommen, und es wurde eine vollständige Dekontaminationsstation eingerichtet. Effiziente Maßnahmen, wie der Einsatz von Auffangbehältern und Bindemitteln, sind im Gange, um das ausgelaufene Material einzudämmen. Der nächste Schritt besteht darin, die Gebinde auseinander zu ziehen, defekte von intakten Behältern zu trennen, wobei defekte Behälter von einer Spezialfirma beseitigt werden sollen, während intakte Behälter umgeladen werden müssen. Laut Martina Ede wird die Einsatzdauer auf zwischen vier und acht Stunden geschätzt.
Der sichere Transport gefährlicher Güter wie in diesem Vorfall ist eine komplexe Angelegenheit, die spezialisierte Fahrzeuge und geschultes Personal erfordert. Die gesetzlichen Vorschriften müssen strikt eingehalten werden, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, wie auf Rhenus berichtet wird. Dabei spielen Gefahrgutspezifische Verpackung und Etikettierung eine zentrale Rolle, um schnellere Abläufe zu ermöglichen.