
In der konstituierenden Sitzung der Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Leine-Solling wurde Petra Lorenz einstimmig als Vorsitzende wiedergewählt. Die Sitzung fand im Schloss Imbshausen statt und versammelte 60 wahlberechtigte Delegierte sowie zahlreiche Vertreter aus den Kirchengemeinden.
Die Synode wählte neben der Vorsitzenden und dem Präsidium auch sechs Ausschüsse. 43 der Synodalen erklärten sich zur Mitarbeit in verschiedenen Gremien bereit. Superintendent Jan von Lingen hob die Handlungsfähigkeit und die Vielfalt der Angebote im Kirchenkreis hervor, der insgesamt 46.000 Gemeindeglieder in 35 Kirchengemeinden und vier Kapellengemeinden zählt. Die Gemeinden verfügen über 91 Kirchen und Kapellen.
Herausforderungen und Gremienbildung
Aufgrund der sinkenden Kirchensteuereinnahmen und steigenden Personalkosten wurde die Zahl der Pfarrstellen um fünf reduziert. In den vergangenen 20 Jahren wurden zudem zahlreiche Gemeinde- und Pfarrhäuser abgegeben. Der Kirchenkreis beschäftigt mehr als 30 Pastoren und rund 600 Mitarbeiter, von denen viele in Teilzeit tätig sind. Ehrenamtliche engagieren sich mit etwa 2600 Personen in den Gemeinden.
Ab August 2025 werden alle 19 Kindertagesstätten vom Kindertagesstätten-Verband Leine-Solling betreut. Der Kirchenkreisvorstand, der die Beschlüsse der Kirchenkreissynode umsetzt, wählte neun neue Kandidaten, darunter Joachim Hartung. Fünf weitere Ausschüsse wurden gebildet, darunter ein Stellenplanungs- und ein Finanzausschuss sowie drei Bauausschüsse für Einbeck, Uslar und Northeim. Während der Auszählpausen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in Tischgruppen über die zukünftige Entwicklung des Kirchenkreises bis 2030 auszutauschen.
Die Kirchenkreissynode stellt das Parlament des Kirchenkreises dar, in dem Delegierte über relevante Fragen beraten und Beschlüsse fassen, wie Kirche Berlin Nordost berichtete. Sie setzt sich aus 82 stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, die aus den Kirchengemeinden gewählt werden und tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen. Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören die Entscheidung über den Haushalt und die Festlegung von Schwerpunkten für den Kirchenkreis.