Herford

Günther Jauch: Hans Rosenthal – Ein Vorbild der Fairness im Fernsehen!

Günther Jauch hat Hans Rosenthal, den legendären TV-Moderator, als eines seiner Vorbilder bezeichnet. Jauch hebt hervor, dass Rosenthal, der am 2. April 1925 geboren wurde und 1987 starb, jedem Menschen fair begegnete und alle gleich behandelte. Besonders betont Jauch Rosenthals Fingerspitzengefühl, das er vor allem im Umgang mit aufgeregten Gästen zeigte. Dies sei besonders wichtig, da die Fallhöhe im Fernsehen groß sei und sich die Menschen leicht lächerlich machen könnten. Rosenthal stellte sich stets schützend vor seine Protagonisten und sorgte dafür, dass auch die Verlierer in seinen Spielen „zweite Sieger“ waren.

Jauch beschreibt Rosenthals Freundlichkeit und Fairness als bemerkenswerte Eigenschaften und bezieht sich auf seine eigene Erfahrung als Gast in der Spielshow „Dalli Dalli“ im Jahr 1983. Hier lobt er auch Rosenthals Verhalten hinter den Kulissen. Es bleibt jedoch die Frage offen, warum Rosenthal nie öffentlich über seine Erfahrungen während des Krieges sprach. Er wurde im Krieg von Ida Jauch versteckt, und sein jüngerer Bruder Gert wurde von den Nazis ermordet. Rosenthal selbst überlebte den Holocaust in Berlin, versteckt in einer Schrebergartenkolonie. Tragische Einblicke in Rosenthals Kindheit geben Auskunft über den Verlust seiner Eltern in jungen Jahren.

Rosenthals Einfluss in der Unterhaltungswelt

Hans Rosenthal hätte am 2. April 2025 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Viele erinnern sich an ihn als Idol aus ihrer Kindheit, wie ein Interviewter in einem Bericht erläutert. Rosenthal moderierte die Sendung „Das klingende Sonntagsrätsel“ im RIAS Berlin, wo er Musikstücke abspielte und Fragen stellte. Auch wenn der Interviewte Rosenthal nicht persönlich kannte, hatte er eine Verbindung zu ihm über seine Schwester, die mit Rosenthals Sohn Gert in die Schule ging.

Der Interviewte hebt hervor, dass Rosenthal während seiner Sendungen stets nett und interessiert an seinen Gästen war. Besonders eindrucksvoll war Rosenthal am 9. November 1978, als er „Dalli Dalli“ am 40. Jahrestag der Novemberpogrome in einem dunklen Anzug moderierte. Seine Beliebtheit begründete sich in seiner Fairness und im respektvollen Umgang mit allen Menschen. Der Interviewte sieht ihn als Vorbild in Bezug auf den fairen Umgang mit Gästen und das Beschützen derer, die auf der Bühne standen. Trotz des Wandels im Fernsehformat bleibt unklar, ob Rosenthal mit seiner Art des Fernsehmachens heute noch Erfolg haben könnte.