FeuerwehrKrefeld

Chemieeinsatz auf Raststätte: Feuerwehr im Großalarm!

Ein niederländischer Lastwagen sorgte am Mittwochabend an der Raststätte Geismühle für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Flüssigkeit trat an mehreren Stellen des Aufliegers während der Fahrt über die A57 aus, wodurch die Feuerwehr aus Meerbusch die Zufahrt zur Raststätte sperrte und den LKW weiträumig absperrte.

Die Unklarheit über die Art der ausgetretenen Flüssigkeit führte zu einer vorsichtigen Erkundung durch die Einsatzkräfte, die in Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet waren. Weitere Recherchen ergaben, dass der Auflieger mit Industriemüll und einem Lösungsmittel beladen war. Da der Lastwagen vor Ort nicht geöffnet werden konnte, wurde er unter Begleitschutz der Feuerwehr zum Wertstoffhof der Krefelder Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK) transportiert, wie die WZ berichtete.

Unterstützung durch TUIS bei Gefahrgutunfällen

Jochen Fries, Brandoberingenieur und Einsatzleiter des TUIS (Transport-, Unfall- und Informationssystem), berichtete in einer Online-Fortbildung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) über die Herausforderungen bei Gefahrgutunfällen. TUIS bietet Unterstützung in drei Stufen an:

  • Telefonische Beratung
  • Fachberatung vor Ort durch TUIS-Werkfeuerwehren
  • Entsendung von Mannschaft und spezieller Ausrüstung zur Einsatzstelle

Die TUIS-Werkfeuerwehren sind nicht einheitlich alarmierbar, die Kontaktaufnahme erfolgt über verschiedene Wege, wie das Internet oder Beförderungspapiere. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat etwa 130 Betriebe mit Werkfeuerwehren im TUIS-System, wobei ungefähr 10% dieser Betriebe große Einrichtungen sind, die für Stufe 3 reaktionsfähig sind. Kleinere Werkfeuerwehren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und werden je nach Anfrage zur Unterstützung herangezogen, wie aus einem Artikel auf der Website des Feuerwehrverbands hervorgeht.