
Die Siempelkamp Giesserei in Krefeld unternimmt einen umfassenden Schritt zur Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit in der energieintensiven Branche durch erhebliche Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und innovative Energiearchitektur. Dies berichtet lokalklick.eu.
Mit dem Ziel, Effizienz und Nachhaltigkeit zu fördern, entwickelt das Unternehmen eine umfassende Investitionsstrategie, die alle Wertschöpfungsstufen vom Schmelzen bis zur Qualitätssicherung umfasst. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Einführung des Smart Molding Hub zur wirtschaftlichen Produktion kleinerer Bauteile, der Investition in die größte industrielle Formstofffräse sowie der Entwicklung des Digital Foundry Centers zur Vernetzung aller Prozessdaten über neuronale Netzwerke.
Innovationen und Umweltbewusstsein
Ein zentrales Anliegen der Siempelkamp Giesserei ist die Erreichung von CO₂-neutralen Gussteilen. Dies soll durch eine innovative Energiearchitektur geschehen, die mit der größten Industriebatterie Nordrhein-Westfalens (NRW) ausgestattet ist. Zudem wird in eine Sand-Recycling-Anlage investiert, um den Ressourceneinsatz und den Bedarf an Frischsand erheblich zu reduzieren. Diese Maßnahmen führen zu einer Einsparung von bis zu 850 LKW-Fahrten pro Jahr, was den CO₂-Ausstoß verringert.
Zusätzlich plant das Unternehmen die Implementierung automatisierter Prozesse in der Qualitätssicherung und führt die weltweit größte Roboter-Messzelle zur vollautomatischen Vermessung von Bauteilen ein. Aktuell haben bereits über 30 Mitarbeitende erfolgreich an Qualifizierungsmaßnahmen zum Gießereimechaniker teilgenommen, was das Engagement der Siempelkamp Giesserei für die Aus- und Weiterbildung unterstreicht.
Diese offensiven Schritte zur Digitalisierung und Automatisierung spiegeln sich auch in den Themen wider, die beim HASCO Day 2023 in Schwerte zur Sprache kamen. Experten und Branchenvertreter diskutierten über Digitalisierung, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit in der Formenbauindustrie. Themen wie die Steigerung der Produktivität durch digitale Lösungen sowie die Gestaltung intelligenter Werkzeuge und Formen standen im Mittelpunkt der Diskussionen, wie smart-molding.com berichtet.
Die Veranstaltung bot nicht nur Fachpräsentationen, sondern auch eine begleitende Ausstellung, die Networking-Möglichkeiten für die Teilnehmer eröffnete. Die Einschätzungen reichten von der Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes in Unternehmen bis hin zu positiven Rückmeldungen bezüglich der Digitalisierung und ihrer Zukunftsperspektiven im Formenbau.