Rhein-Erft-Kreis

Wasser.Mobil in Bergheim: Zukunft der Wasserwirtschaft im Blick!

Am 13. März 2025 fand in Bergheim die Einweihung des neuen „Wasser.Mobils“ des Erftverbands statt. Zu den Festlichkeiten zählten der NRW-Umweltminister Oliver Krischer, Landrat Frank Rock, Bürgermeister Volker Mießeler sowie Vertreter des Wasserverbands. Ziel des Wasser.Mobils ist es, die Bevölkerung über die Wasserwirtschaft in der Region aufzuklären. Dies geschieht unter anderem auf Marktplätzen, bei Volksfesten und in Schulen.

Die Veranstaltung dient zugleich als Auftakt für das Projekt „Komm.Rhein.Revier“, das in einem Vortrag thematisiert wurde. Experten diskutierten die Herausforderungen und die Gestaltung der Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier nach dem Ausstieg aus dem Braunkohletagebau. Professor Heinrich Schäfer hob die Notwendigkeit hervor, ein Bewusstsein für wasserwirtschaftliche Themen zu schaffen, und die Experten erwarten zudem einen Anstieg des Grundwassers in der Region.

Herausforderungen und Maßnahmen

Das Projekt „Komm.Rhein.Revier“ wird mit 1,6 Millionen Euro vom Bund bezuschusst und thematisiert die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft im Kreis. So wird erwartet, dass ab 2030 das Grundwasser wieder ansteigt, jedoch weiterhin in bestimmten Gebieten abgepumpt werden muss. Die künftige Trinkwasserversorgung könnte gefährdet sein durch die Freisetzung von Eisen und Sulfat aus Pyrit-Gestein. Infolgedessen könnten Trinkwasserbrunnen geschlossen werden müssen, während eine Erhöhung der Wasserförderung im Wasserwerk Erftstadt-Dirmerzheim als Ausgleich geplant ist.

Um die Grundwasserqualität zu schützen, sind keine neuen Deponien im Bereich des Wasserwerks Dirmerzheim vorgesehen. Der Seespiegel soll zudem höher als das Grundwasser gehalten werden, wodurch eine Belastung durch Sulfate aus dem Pyrit-Gestein vermieden wird. Das Rheinwasser wird zur Befüllung des Hambacher Sees verwendet, ohne dass eine Aufbereitung vorgesehen ist, jedoch wird ein ständiges Monitoring der Qualität geplant. Aktuell wird Sümpfungswasser in die Erft geleitet, was in Zukunft wegfällt, was zur Verengung der Erft führen wird.

Minister Krischer betonte die Wichtigkeit einer faktenbasierten Information der Bevölkerung. Die grüne Landtagsabgeordnete Antje Grothus äußerte Bedenken bezüglich der Qualität des Rheinwassers und forderte Vorbereitungen für Wasseraufbereitungsanlagen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt „Komm.Rhein.Revier“ nicht nur die Aufklärung über die Wasserwirtschaft fördern soll, sondern auch konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und zum Schutz der natürlichen Wasserressourcen einbezieht. Laut [Kölner Stadt-Anzeiger](https://www.ksta.de/region/rhein-erft/bergheim/rhein-erft-abschied-vom-bergbau-hat-folgen-fuer-wasserwirtschaft-984474) steht die Region vor vielfältigen wasserwirtschaftlichen Herausforderungen, die durch den Strukturwandel bedingt sind. In ähnlicher Weise berichtete [Rheinisches Revier](https://projekte.rheinisches-revier.de/bewilligte-projekte/projektdetails/komm-rhein-revier) über die zentralen Aspekte und Ziele des Projekts sowie die Bedeutung der wasserwirtschaftlichen Aufgaben im Kontext des Strukturwandels.