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Der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, sieht sich nach der Bundestagswahl teilweise mit empörten Zuschriften und Drohungen bezüglich Kirchenaustritten konfrontiert. Viele Gläubige haben angekündigt, die Kirche zu verlassen, sollten die Äußerungen des Bischofs in politischen Kontexten nicht ihren Erwartungen entsprechen, wie bistummainz.de berichtet.
Bischof Kohlgraf hat in diesem Zusammenhang betont, dass es ihm nicht möglich sei, alle Wünsche zu erfüllen und appelliert an die Gesellschaft, unterschiedliche Sichtweisen zu akzeptieren. Er hoffe auf mehr konstruktive Sachlichkeit in politischen Debatten und hebt hervor, dass alle Bürger Mitverantwortung für ein gelingendes Zusammenleben tragen.
Das Engagement der Kirche
Kohlgraf spricht als Christ und Bischof über das gesellschaftliche Engagement der Kirche. Er verweist dabei auf einen Aufruf aus dem ersten Brief an Timotheus zu Bitten, Gebeten und Danksagungen für alle Menschen und Herrscher. Gläubige sollten sich seiner Meinung nach nicht aus der Gesellschaft zurückziehen, sondern aktiv beisteuern.
In Anbetracht des Rückgangs der Gläubigenzahlen bleibt das Gebet für Kohlgraf ein unverzichtbarer Dienst. Er äußert zudem einen kritischen Blick auf die Kirchen, der nicht schädlich sei, solange er auf kontroverse Positionierungen zurückzuführen ist. Kohlgraf betont, dass die Unglaubwürdigkeit der Kirchen eine Umkehr erforderte und das Gebet für alle Menschen, einschließlich der Regierenden, einen Beitrag zu einer menschenwürdigen Gesellschaft darstelle, wie mannheimer-morgen.de ergänzt.