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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat einen signifikanten Rückgang der Asylbewerber im Land Bremen festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang von rund 28 Prozent. 2024 wurden 2.217 Asylerstanträge eingereicht, während es im Jahr 2023 noch 3.104 waren. Diese Entwicklungen spiegeln auch einen landesweiten Trend wider, da in ganz Deutschland die Zahl der Asyl-Erstanträge um nahezu 30 Prozent gesunken ist, von 330.000 auf 230.000.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) führt den Rückgang auf die strenger gewordenen Grenzkontrollen zurück. So wurden etwa 40.000 Menschen an den Grenzen zurückgewiesen und 1.800 Schleuser festgenommen. Darüber hinaus gab es eine Zunahme der Abschiebungen.
Entwicklung im Asylverfahren
Im vergangenen Jahr entschied das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über mehr als 300.000 Asylanträge, wobei fast jeder zweite Antragsteller einen Schutzstatus erhielt. Selbst wenn es eine Vielzahl an Asylbewerbern gibt, ist es wichtig zu klären, wer tatsächlich als Flüchtling gilt. Nach dem deutschen Asylrecht gehört der Begriff „Flüchtling“ nur zu den anerkannten Flüchtlingen gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention.
Anerkannten Flüchtlingen wird nach einem Asylverfahren der Flüchtlingsschutz gewährt. Das Bundesamt unterscheidet zudem zwischen verschiedenen Personengruppen im Asylrecht: Asylsuchende, Asylantragstellende sowie schutz- und bleibeberechtigte Personen, die einen Status wie Asylberechtigung oder subsidiären Schutz haben.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Schutzformen im Asylrecht bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unter [bamf.de](https://www.bamf.de/DE/Themen/AsylFluechtlingsschutz/AblaufAsylverfahrens/Schutzformen/schutzformen-node.html).