
Kiel hat ein umfangreiches Investitionspaket in Höhe von rund 13 Millionen Euro geschnürt, um verschiedenen Bauprojekten und den damit verbundenen Kostensteigerungen Rechnung zu tragen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem eine Großbaustelle am Theodor-Heuss-Ring, die mit einer Dauer von zwei Jahren veranschlagt ist, sowie der Ausgleich des Verlusts des Städtischen Krankenhauses aus dem Jahr 2024. Auch die Finanzierung von einem Drittel der neuen Grundschule in Gaarden ist Teil des Plans, ebenso wie die Möglichkeit, das Gehalt des Nationalspielers Jamal Musiala für knapp sechs Monate zu gewährleisten. Die Sanierung des Berthold-Beitz-Ufers an der Kiellinie spielt ebenfalls eine Rolle in diesem umfassenden Bauvorhaben, welches zudem 13 Millionen Euro kostet.
Die 13 Millionen Euro für diese anstehenden Projekte kommen zusätzlich zu den bereits festgestellten Kostensteigerungen in drei städtischen Bauvorhaben. So wurde der Kostenrahmen für das Holstenfleet-Projekt von 15 Millionen Euro auf 18,7 Millionen Euro angehoben. Auch beim ZOB-Parkhaus gab es eine Erhöhung von ursprünglich 12 Millionen Euro auf 16,1 Millionen Euro. Die Sanierung der Schwimmhalle in Schilksee, die allerdings noch nicht abgeschlossen ist, hat sich von 8,4 Millionen Euro auf 13,4 Millionen Euro verteuert. Neben diesen, vor allem durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Konflikt verursachten Problemen in der Baubranche, sind Fachfirmen rar und die Materialkosten steigen infolge von US-Zöllen auf Stahl.
Geplante Investitionen in die Stadtentwicklung
Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, stehen in Kiel entscheidende Investitionen an. Zu den geplanten Projekten zählen unter anderem der Bau einer Stadtbahn, die Umgestaltung der Holstenstraße und die Aufwertung der Kiellinie. Kiel sieht sich jedoch finanziellen Herausforderungen gegenüber, die eine umfassende Investition in Schulbauten und Infrastruktur notwendig machen. Damit einhergeht die Besorgnis über einen möglichen Stillstand in der Stadtentwicklung, der als Rückschritt angesehen wird. Die Verantwortlichen im Rathaus sind gefordert, verantwortungsbewusst mit den Steuergeldern umzugehen.
Zusätzlich zu den Bauprojekten plant Kiel eine halbe Milliarde Euro in die Innenstadt zu investieren. In diesem Rahmen sind neue Gebiete für Wohnen, Gewerbe und Bildung in Planung. Die Dialogreihe „Kieler Perspektiven“ wird in die dritte Runde gehen, um Themen wie die Definition eines guten Lebens im Sinne der Gemeinwohlorientierung zu diskutieren. Im Fokus stehen auch zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte, wie das Sanierungsgebiet Holtenau-Ost mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden und die Entwicklung des Hörn-Areals zu einem Quartier für Wohnen und Arbeiten.