Nordfriesland

Ölfilm vor Sylt entdeckt – Bundespolizei ermittelt umweltbelastend!

Rund 100 Kilometer vor der Nordseeinsel Sylt wurde ein leichter Ölfilm registriert, der am 20. März von einem Satelliten der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) entdeckt wurde. Laut einem Bericht von NDR ist der Ölfilm 1.500 Meter lang und 200 Meter breit und treibt etwa 100 Kilometer westlich von Sylt im Kreis Nordfriesland. Der Film wird als silbergrauer, leichter Ölfilm klassifiziert, nicht als tiefschwarzer Teppich. Die Situation hat die niedrigste Klassifizierung „nicht bekämpfungsfähig“ erhalten, und es wird vermutet, dass die Verunreinigung möglicherweise bereits nicht mehr sichtbar ist.

Die Bundespolizei in Cuxhaven hat Gewässerproben entnommen, um den Verursacher der Gewässerverunreinigung zu identifizieren. Diese Proben werden zunächst vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg ausgewertet. Danach übernimmt der maritime Ermittlungsdienst der Bundespolizei in Neustadt (Kreis Ostholstein). Die Gewässerverunreinigung stellt eine Umweltbelastung dar und ist eine Straftat.

Ermittlungen und mögliche Zusammenhänge

Das Patroillenschiff „Bad Düben“ war an den Probenahmen beteiligt. Ein am 10. März stattgefundenes Ereignis, bei dem zwei Schiffe in der Nordsee nahe der britischen Küste kollidiert sind, wurde von der britischen Küstenwache überwacht, die jedoch keine Verschmutzung registrierte und Entwarnung gab. Die Bundespolizei hat sich bisher nicht zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Ölfilm und der Kollision geäußert. Experten des Havariekommandos in Cuxhaven unterstützen die Aufklärung der Situation.

Für Rückfragen stehen die Bundespolizeiinspektion See Cuxhaven und ihr Sprecher Calvin Lauscher zur Verfügung. Die Bundespolizei ist verantwortlich für maritime Sicherheitsüberwachung und Umweltschutz in der Nord- und Ostsee.