
Die SPD im Märkischen Kreis wird bei der bevorstehenden Landratswahl im September 2023 keinen eigenen Kandidaten aufstellen. Diese Entscheidung wurde am 2. April 2023 offiziell bekannt gegeben, nachdem am 29. März Gespräche mit den Ortsvereinen stattgefunden hatten. Nach Angaben von Fabian Ferber, dem Vorsitzenden der SPD im Märkischen Kreis, soll die Maßnahme dem Miteinander im politischen Diskurs dienlich sein und dem „ständigen Gegeneinander zwischen der Kreis-Spitze und dem Kreistag“ entgegenwirken. In diesem Kontext hebt Ferber die Bedeutung einer alternativen Düsseldorfer Kandidatur hervor, die auch aus Gesprächen mit anderen Parteien resultierte.
Die CDU hat in diesem Zuge eine neue Situation geschaffen, indem sie „die Reißleine gezogen“ hat. Ferber betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Kreistagsfraktionen von CDU und SPD in den letzten fünf Jahren gut funktioniert hat. Zusätzlich wird die SPD offiziell den CDU-Landratskandidaten Ralf Schwarzkopf unterstützen. Die SPD plant, einen kreisweiten Kommunalwahlkampf zu führen, der alle Bürger einbeziehen soll und dabei die Ortsvereine unterstützt, um deren favorisierte Bürgermeisterkandidaturen zu fördern.
Aktuelle politische Ausblicke
Eine weitere Detailinformation kommt vom Vorstand des SPD-Unterbezirks, der am 1. April 2025 beschloss, dass die Partei keinen eigenen Kandidaten für das Landratsamt aufstellen wird. Dabei betont Ferber, dass eine automatische Unterstützung des CDU-Kandidaten Ralf Schwarzkopf nicht gewährleistet ist und die endgültige Entscheidung darüber noch getroffen werden muss. Ferber erklärt, die Entscheidung solle nicht als „Zeichen der Schwäche“ interpretiert werden, sondern als ein Kontrapunkt im politischen Diskurs.
Zudem gab Ferber an, dass die Bundestagswahl als „Zäsur“ betrachtet werden kann, die die Notwendigkeit verdeutlicht, gemeinsam Lösungen für wichtige Fragen im Märkischen Kreis zu finden. Die SPD hatte bereits vor einem Jahr entschieden, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten und stattdessen einen überparteilichen Kandidaten zu suchen. Dabei sieht die SPD wenig Chancen für einen eigenen Kandidaten und steht in Iserlohn vor erheblichen Herausforderungen.
Ferber möchte sich nun verstärkt auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren, insbesondere in den Bereichen Nahverkehr, Gesundheitsversorgung und Wirtschaftsförderung. Er hebt die Bedeutung einer stärkeren Zusammenarbeit der Städte und Kommunen hervor, besonders im Jahr des 50. Geburtstags des Märkischen Kreises. Außerdem betont Ferber, dass das Landratsamt vor allem Verwaltungsaufgaben erfüllt und die SPD sich auf die Unterstützung ihrer Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren will, wobei sie aktuell Bürgermeister in Lüdenscheid, Werdohl und Halver stellt.