
Der SSV Ulm hat sich in einer überraschenden Entscheidung von seinem Erfolgscoach Thomas Wörle getrennt. Dies geschah am 11. März 2025, nachdem der Trainer in einer erfolgreichen Saison zuvor den Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Liga erreicht hatte, wie sv98.de berichtete. In der aktuellen Spielzeit verläuft die Leistung des Vereins jedoch unbefriedigend: Ulm hat in den letzten 18 Zweitliga-Spielen nur ein einziges gewonnen und steht nach 25 Spielen mit insgesamt 19 Punkten auf einem unsicheren Platz, vier Punkte hinter dem Relegationsplatz.
Wörle, der seit Sommer 2021 Trainer des SSV Ulm war, konnte in seiner ersten Saison den Aufstieg in die 3. Liga nur knapp verfehlen. In der darauffolgenden Saison gelang es ihm, das Team zur Meisterschaft in der 3. Liga zu führen und somit in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Für seine Verdienste wurde Wörle sogar als Trainer des Jahres ausgezeichnet, wobei seine Bilanz 151 Pflichtspiele mit 70 Siegen, 35 Unentschieden und 28 Niederlagen umfasst, was einen Punkteschnitt von 1,88 ergibt. Dennoch sah sich der Verein, wie fupa.net berichtete, gezwungen, einen Wechsel im Trainerteam vorzunehmen, um einen neuen Impuls für den Klassenerhalt zu setzen.
Neuer Trainer und Herausforderungen
Die Verantwortung für das Team übernimmt nun U19-Trainer Robert Lechleiter, bis Saisonende. Lechleiter war zuvor Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) und hat bereits die U19-Mannschaft trainiert. Er wird unterstützt von Co-Trainer Christian Demirtas, der Erfahrung in der 1. und 2. Bundesliga hat, sowie von Jonas Imkamp (Co-Trainer Analyse) und Torwarttrainer Holger Betz, die ebenfalls im Trainerteam bleiben. Lechleiter äußerte sich kämpferisch zu seiner neuen Rolle und betonte die Verantwortung für den Klassenerhalt.
Die Entscheidung über die Trainerentlassung hat bereits zu kritischen Stimmen von Fans in den sozialen Medien geführt. Der SSV Ulm steht nun vor einer wichtigen Herausforderung, da die nächsten Punkte dringend benötigt werden, um den drohenden Abstieg abzuwenden. Der nächste Gegner, der Karlsruher SC, stellt eine ebenso große Herausforderung dar.
Die offizielle Vorstellung von Robert Lechleiter als neuer Cheftrainer ist für Mittwoch um 13.00 Uhr im Donaustadion angesetzt.