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Sucht im Fokus: Wanderausstellung in Marktoberdorf eröffnet!

In Marktoberdorf wurde die Wanderausstellung „Einfach menschlich“ in der Berufsschule eröffnet. Die Ausstellung, die bis zum 12. März 2025 läuft, richtet sich insbesondere an die Schülerinnen und Schüler der staatlichen Berufsschule Ostallgäu. Im Fokus stehen verschiedenen Suchtverhalten, darunter harte Drogen, Alkohol, Glücksspiel sowie Medien-, Ess- und Kaufsucht. Interaktive Elemente der Ausstellung ermöglichen es den Besuchern, ihr eigenes Verhalten aktiv zu hinterfragen.

Ein besonders eindrucksvolles Element der Ausstellung ist die begehbare Suchtspirale, die die Beklemmung und die Schwierigkeiten beim Ausstieg aus der Sucht veranschaulicht. Ehemalige Süchtige erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und ihrem Weg aus der Sucht. Zudem stehen Ansprechpartner für individuelle Gespräche während des Ausstellungsbesuchs zur Verfügung. Die Projektleiterin Freia von Hennigs betonte die gesellschaftliche Relevanz des Themas Sucht und die Notwendigkeit, junge Erwachsene gezielt anzusprechen.

Kooperation und Unterstützung

Die Ausstellung wird in Kooperation mit der AOK Bayern realisiert, die seit März 2017 die Kosten für das Projekt zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention übernimmt. Schulleiterin Ulrike Devries heben die Bedeutung der Wertebildung und der Reflexion des eigenen Verhaltens hervor.

Ergänzend zu dieser Initiative wurde im März 2023 ein Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung veröffentlicht, der die Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Schulen zum Ziel hat. Dieser Erlass fußt auf der Notwendigkeit, frühzeitig Suchtverhalten bei Kindern und Jugendlichen präventiv zu begegnen. Dabei sollen die Folgen des Konsums verschiedener Substanzen wie Alkohol, Tabak und illegaler Drogen thematisiert werden, sowie das Glücksspiel und die exzessive Nutzung von Medien. Ein zentraler Aspekt des Erlasses ist die Stärkung von Persönlichkeit und Lebenskompetenzen.

Um Suchtprävention in die Schulbildung zu integrieren, fordert der Erlass die Schulen auf, Gesundheitsbildung in ihren Programmen zu verankern und entsprechende Konzepte zu entwickeln. Der Einsatz von Unterrichtsmaterialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie die Unterstützung durch lokale Präventionsfachkräfte sind weitere Maßnahmen, die die Schulen dabei unterstützen sollen.

Gemäß den rechtlichen Vorgaben ist das Trinken von Alkohol sowie das Rauchen an Schulen nach dem Schulgesetz NRW untersagt. Verstöße gegenüber diesen Regelungen müssen der Ordnungsbehörde gemeldet werden.