
Eine überraschende Wende für den SV 29 Kempten: Der Verein, der in der vergangenen Saison Vizemeister der Bayernliga wurde, wird nachträglich in die bayerische Ringer-Oberliga aufsteigen. Diese Entscheidung wurde möglich durch den Rückzug des AC Regensburg. In einer internen Sitzung haben sich Mannschaft, Trainer und Abteilungsleitung darauf geeinigt, die neue Herausforderung anzunehmen.
Der Aufstieg wird als Belohnung für den engagierten Einsatz der Ringer angesehen, nachdem das Team in der letzten Saison aufgrund eines verlorenen direkten Vergleichs gegen die SpVgg Freising am Aufstieg gescheitert war. Der Ligenreferent im bayerischen Ringerverband gab die frohe Nachricht bekannt. Diese Saison markiert den ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte der Ringerabteilung des SV 29 Kempten.
Erfolge bei den Bayerischen Meisterschaften
Bei den Bayerischen Meisterschaften im Griechischen Stil in Aichach erzielten die Ringer des SV 29 Kempten bemerkenswerte Erfolge. Unter der Leitung von Abteilungsleiter Andreas Tronsberg holte das Team insgesamt drei Meistertitel. Im männlichen Bereich konnte der Verein zwei Meistertitel und eine Bronzemedaille gewinnen. Bei den Frauen wurde ein Gold- und ein Vizemeistertitel errungen, während die Jugend (U10) eine Bronzemedaille erreichte.
Felix Bückle triumphierte in der Gewichtsklasse bis 82 kg, nachdem er sich mit zwei Punktsiegen und einem Schultersieg ins Finale kämpfte. Dort gewann er gegen Marvin Music aus Untergriesbach mit 10:6. Auch Lukas Bückle (87 kg) konnte sich im Finale durchsetzen, indem er Clemens Seidler (AC Penzberg) mit 5:4 besiegte. Axel Bückle (130 kg) holte Bronze nach zwei Siegen und zwei Punktniederlagen.
Im Frauenbereich feierte Leonie Mayr (53 kg) ihren ersten Titel mit einem Sieg gegen Anja Heißler (SC Oberölsbach) durch Schulter. Sarah Tronsberg (59 kg) musste sich zunächst geschlagen geben, konnte aber den Kampf um Silber gegen Siebert (SC 04 Nürnberg) mit 10:0 gewinnen. Im Jugendbereich erkämpfte sich Ömer Dogan (U10, 46 kg) eine Bronzemedaille, während Nico Rothhermel (U10, 29 kg), Moritz Rothhermel (U12, 46 kg) und Timo Chergkianidis (U12, 50 kg) gute Kämpfe zeigten, jedoch ohne Medaillengewinn blieben.