
Jan Steffen, der Leiter und treibende Kraft hinter dem Theater Laboer Lachmöwen, wurde für seine Verdienste um die niederdeutsche Sprache mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seine Theaterkarriere begann 1996, als er mit 21 Jahren für einen ausgefallenen Spieler einsprang und das Theaterspielen entdeckte. Die Anfänge des Theaters Laboer Lachmöwen gehen auf die Initiative seiner Eltern zurück, die das Ensemble ins Leben riefen.
In den ersten Jahren fanden die Aufführungen in der Aula einer Schule statt, mit etwa zehn Aufführungen pro Jahr. 2003 wurde ein eigenes Theater im ehemaligen Kindergarten eingerichtet, und 2004 erhielt das Theater einen 25-Jahres-Mietvertrag von Bürgermeister Sönke Körber, was dem Ensemble Planungssicherheit bot. Heute spielt das Theater jährlich zwei bis drei Stücke mit insgesamt über 80 Vorstellungen. Der Ausbau der Spielstätte, einschließlich der sanitären Anlagen, wurde kontinuierlich vorangetrieben.
Zusammenarbeit und Herausforderungen
Der enge Kontakt zum Ohnsorg-Theater in Hamburg wird als bedeutender Bestandteil der Entwicklung der Laboer Lachmöwen bezeichnet. Workshops und die Unterstützung durch Hamburger Spieler prägten die Arbeit des Ensembles, welches sogar den Originalvorhang und das Originalgestühl des Ohnsorg-Theaters übernommen hat. Eine besondere Freundschaft entstand durch die Zusammenarbeit an einem Stück mit Heidi Mahler und Regisseur Michael Koch.
Jan Steffen hebt die Teamarbeit und den gemeinsamen Anspruch im Theater hervor. Während der Corona-Pandemie stellte das Theater eine große Herausforderung dar, die es jedoch mit kreativen Ideen und Kulturförderung überstand. Aktuell ist das Theater gut ausgelastet, auch dank Kooperationen mit Busreiseveranstaltern. Steffen plant zudem die Gründung eines Fördervereins, inspiriert durch Alt-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, mit dem Ziel, das Theater von einem Amateur- zu einem professionellen Betrieb weiterzuentwickeln.
Zusätzlich bietet die Webseite der Laboer Lachmöwen Einblicke in die aktuellen Stücke, darunter ein Lustspiel von August Lähn, das in einer norddeutschen Kleinstadt spielt und die Geschichte des Schuhmachermeisters Franz Anecker erzählt, dessen Leben durch die Anfertigung eines Paar Schuhe für den Bürgermeister aus den Fugen gerät. Das Stück behandelt die Verwirrungen, die sich aus dieser Lieferung ergeben, und endet mit der Erkenntnis über die wahren Absichten des Bürgermeisters.
Für weitere Informationen über die Laboer Lachmöwen und ihre Aufführungen besuchen Sie [kn-online.de](https://www.kn-online.de/lokales/ploen/bundesverdienstkreuz-fuer-jan-steffen-von-den-lachmoewen-HYTLUQMSZJGATETA3RYUS4QBXY.html) oder [lachmoewen.de](http://www.lachmoewen.de/).