Schwarzwald-Baar-KreisThüringen

Neuer Kinderarzt in St. Georgen: Ein Lichtblick für Familien!

In St. Georgen wurde eine medizinische Versorgungslücke geschlossen: Seit dem 1. April 2025 gibt es wieder einen Kinderarzt in der Stadt. Michael Waas ist der neue Kinderarzt in der Gemeinschaftspraxis Probst. Er kehrte vor eineinhalb Jahren mit seiner Familie nach Königsfeld zurück, wo er den Großteil seiner Kindheit verbrachte. Zuvor arbeitete Waas elf Jahre an einer Klinik in Altenburg, Thüringen.

Waas entschloss sich, in der Praxis Probst zu arbeiten, nachdem er von Bekannten über den Engpass in der Kinderarztversorgung erfahren hatte. Er wollte nicht sofort eine eigene Praxis eröffnen und schätzt die Arbeit im Team der Gemeinschaftspraxis. Die Praxis Probst hatte nicht aktiv nach einem Kinderarzt gesucht, war jedoch erfreut über die Initiative von Waas. Der vorherige Kinderarzt in St. Georgen hatte 2017 seine Praxis aufgegeben, was zu einer Versorgungslücke führte. Waas hat eine halbe Arztstelle und arbeitet vormittags, während er sich nachmittags um seine vier Kinder kümmert. Er ist verheiratet, und seine Frau befindet sich in der Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Änderungen in der Praxis Probst

Zusätzlich zu diesem neuen Angebot gibt es in der Praxis Probst selbst Veränderungen. Charlotte und Johannes Probst übergeben ihre Praxis in St. Georgen. Ab Januar 2023 wird es Änderungen in der Aufgabenverteilung geben. Die bisherigen angestellten Ärzte werden ihre Tätigkeit ausweiten, während das Ehepaar Probst seine Arbeitszeit reduziert. Die Praxis wurde 1948 von Walter Probst gegründet und 1985 von Charlotte und Johannes Probst übernommen. Ab dem 1. Januar 2023 übernehmen die Fachärzte für Allgemeinmedizin Hertha Maria Potschaske, Boris Burcza und Julia Bergis die Praxis.

Charlotte und Johannes Probst werden nur noch an zwei Tagen pro Woche als Sicherungsassistenten tätig sein. Der Übergang soll durch die Anwesenheit des Ehepaars Probst unterstützt werden. Die jüngeren Ärzte schätzen die Vorteile der Gemeinschaftspraxis, wie geteilte Betriebskosten und flexiblere Arbeitszeiten. Die Praxis wird weiterhin wie gewohnt arbeiten, mit geplanten Erweiterungen im Kinderbereich und in der Chirurgie. Die Notfallversorgung wird aufgewertet, und eine Lösung für die Kinderarztversorgung könnte in ein bis zwei Jahren präsentiert werden. Zudem wird an einer Online-Terminvergabe gearbeitet und ein elektronischer Telefonassistent wird eingeführt.

Aktuell können in der Praxis nur begrenzt neue Patienten aufgenommen werden, insbesondere solche ohne Haus- oder Kinderarzt. Patienten äußern sich jedoch positiv über die Rückkehr eines Kinderarztes in St. Georgen, was die medizinische Versorgung der Region stärkt.