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Wald in Not: Umfrage zu privaten Waldbesitzern gestartet!

In Deutschland ist etwa die Hälfte der Wälder in Privatbesitz. Dies führt dazu, dass viele Menschen direkt oder indirekt mit Wald verbunden sind, unabhängig von der Größe der privaten Waldflächen. Allerdings gibt es wenig Wissen über die Beweggründe und Einstellungen der Waldbesitzenden sowie deren Umfeld. Um hier mehr Klarheit zu schaffen, führt die Universität Freiburg eine Umfrage im Rahmen des Projekts „DIANA – Im Dialog zu neuen Angeboten für Waldbesitzende“ durch.

Die Umfrage richtet sich an Waldbesitzende in Baden-Württemberg und deren Umfeld und ist Teil der Waldstrategie Baden-Württemberg 2050, die vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gefördert wird. Ziel der Umfrage ist es, die Motive, Werte und Entscheidungsprozesse der Waldbesitzenden zu verstehen. Zudem wird das Interesse an den Perspektiven der nächsten Generation bezüglich des Familienwaldes erfragt. Die Umfrage dauert etwa 20 Minuten und läuft bis zum 30. April 2025. Alle Daten werden anonymisiert und vertraulich behandelt. Ein Link zur Umfrage ist hier verfügbar. Bei Fragen oder für weitere Informationen kann eine E-Mail an diana-waldstrategie@ifp.uni-freiburg.de gesendet werden.

Waldstrategie Baden-Württemberg 2050

Die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 wurde in einem breiten Dialogprozess erarbeitet, um den Herausforderungen des Klimawandels und den gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betont die Bedeutung intakter Wälder für die Gesellschaft sowie die Notwendigkeit, den Wald klimastabil und zukunftsfähig zu erhalten. Forstminister Peter Hauk stellte diese umfassende Strategie in einer Kabinettssitzung vor.

Die Waldstrategie adressiert verschiedene Themen, darunter Klimawandel, Biodiversität, Waldeigentum und die Beziehung zwischen Mensch und Wald. Insgesamt wurden 23 Ziele formuliert, die Handlungsfelder und operative Maßnahmen für einen umfassenden Maßnahmenplan ableiten. Eine breite gesellschaftliche Beteiligung war entscheidend für die Erarbeitung der Strategie. Zudem plant die Landesregierung eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit in der Waldforschung, insbesondere mit Rheinland-Pfalz. Details zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz werden in den kommenden Monaten ausgearbeitet. Informationen zu dieser Strategie wurden in einer Pressemitteilung veröffentlicht.