
Am vergangenen Wochenende zog der „Baufrühling“ des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) über 3000 Besucher in die FertighausWelten. Diese Veranstaltung fand in sechs Musterhaus-Ausstellungen in Deutschland und Österreich statt und bot Bauinteressierten die Möglichkeit, sich über Fertighäuser zu informieren. Trotz wechselhaftem Wetter teilten rund 800 Bauinteressierte ihre Eindrücke in der FertighausWelt Günzburg am 29. und 30. März und konnten sich in den Musterhäusern verschiedener führender Hersteller beraten lassen.
Zusätzlich zu den Informationsangeboten gab es ein umfangreiches Kinderprogramm sowie Verpflegungsmöglichkeiten für die Gäste. Die Fertighausbranche hat in den letzten drei Jahren einen Rückgang bei den Aufträgen erlebt, dennoch entschieden sich im Jahr 2024 mehr als 25% der Baufamilien für ein Fertighaus. Die Baugenehmigungszahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland zeigen ebenfalls einen Anstieg, was auf ein wachsendes Interesse an eigenen Wohnräumen schließen lässt, wie die Bayerische Staatszeitung berichtete.
Beliebtheit von Fertighäusern wächst
Die Beliebtheit von Fertighäusern in Deutschland nimmt laut den Informationen von Baulinks stetig zu. Baugenehmigungszahlen zeigen ein signifikantes Süd-Nord-Gefälle, wobei der Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. feststellt, dass im Süden Deutschlands mehr Wald vorhanden ist und ein engerer Bezug zu Holz herrscht, welches der wichtigste Baustoff für Fertighäuser ist. In Baden-Württemberg entschieden sich im Jahr 2024 beispielsweise 43,5% der Bauherren für ein Fertighaus, in Bayern waren es 26,4% und in Nordrhein-Westfalen 18,9%.
Von Januar bis Oktober 2024 wurden die meisten neuen Fertighäuser in Bayern (2.543), gefolgt von Baden-Württemberg (1.883) und Nordrhein-Westfalen (1.088) genehmigt. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2024 wurden insgesamt 9.654 neue Fertighäuser genehmigt, was einem bundesweiten Fertigbau-Anteil von 26% entspricht – der höchste Marktanteil bis dato. Dies steht jedoch im Vergleich zu den Vorjahreszahlen, die einen Rückgang von 22,2% für den Gesamtmarkt und 16,4% für den Fertigbau verzeichnen.
Darüber hinaus erweitern Fertighaushersteller ihre Geschäftsfelder in neue Bereiche, wie die innerstädtische Nachverdichtung, mehrgeschossigen Wohnungs- und Objektbau, Quartiersentwicklung und serielle Sanierung.