
Der Bodenseekreis hat vor Kurzem eine Reihe von Informationsveranstaltungen für Waldbesitzende und Interessierte durchgeführt. Mehr als 250 Teilnehmer nahmen an den Veranstaltungen teil, die Ende Januar und Anfang Februar in Tettnang-Prestenberg, Frickingen-Altheim und Deggenhausertal stattfanden. Försterinnen und Förster des Forstamtes Bodenseekreis informierten die Anwesenden über aktuelle Themen und Entwicklungen im Bereich der Waldbewirtschaftung.
Zu den besprochenen Themen gehörten Neuigkeiten aus den Forstrevieren, Förderangebote, Entwicklungen in der Waldpolitik sowie aktuelle Informationen zum Holzmarkt in Zusammenarbeit mit GenoHolz. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Borkenkäfergeschehen, da 2024 Käferholz knapp die Hälfte des gesamten Holzeinschlags im Privatwald des Bodenseekreises ausmachte. Das Engagement der Waldbesitzenden ist entscheidend, um befallene Bäume frühzeitig zu erkennen und die Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.
Strategien zur Bekämpfung des Borkenkäfers
Eine mahnende Botschaft betrifft die hohe Überwinterungspopulation des Borkenkäfers in Bayern. Wie [wochenblatt-dlv.de](https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-stall/wald/kampf-gegen-borkenkaefer-so-verhindern-waldbesitzer-ueberwinterung-578699) berichtete, steigt das Risiko vor allem durch reichlich besiedelbares Schadholz, das aus Schnee- und Sturmbrüchen des vergangenen Winters resultiert. Bereits im Frühjahr 2025 sind hohe Anflugzahlen in Pheromonfallen registriert worden, und Monitoringstandorte in verschiedenen Wäldern zeigen alarmierende Werte über der Warnschwelle von 3000 Käfern pro Falle und Woche.
Das Forstamt Bodenseekreis betonte zudem die Bedeutung klimaangepasster Baumarten und eine stärkere Mischung der Baumarten, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Im Jahr 2024 förderte das Forstamt etwa 50 Hektar an Kulturen zur Unterstützung der Waldbesitzenden bei der Wiederbewaldung. Darüber hinaus wurden verschiedene Weiterbildungs- und Informationsangebote vorgestellt, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu fördern.
Zusätzlich wurden aktuelle Fördermöglichkeiten für Privatwaldbesitzende im Bodenseekreis vorgestellt, einschließlich der erforderlichen Beantragungsverfahren. Bei Interesse können sich Waldbesitzende an das Forstamt des Bodenseekreises wenden unter der E-Mail-Adresse forstamt@bodenseekreis.de oder telefonisch unter 07541-204 5570. Für regelmäßige Informationen zu Fördermöglichkeiten und Waldneuigkeiten steht auch eine Newsletter-Anmeldung bereit: Newsletter-Anmeldung.