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Kramski in Pforzheim: Erster Stellenabbau seit Firmengründung!

Das Familienunternehmen Kramski aus Pforzheim, Baden-Württemberg, hat den ersten Stellenabbau in seiner Firmengeschichte angekündigt. Gründe für diese Entscheidung sind einerseits eine Auftragsflaute und andererseits hohe Kosten, die zu einer gesunkenen Nachfrage geführt haben. Seit seiner Gründung im Jahr 1978 hat sich die Kramski Group auf die Herstellung von Stanz- und Hybridteilen spezialisiert und beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeiter, von denen fast die Hälfte am Stammsitz in Pforzheim arbeitet. Laut Berichten wird der Stellenabbau etwa 10% der Arbeitsplätze in Pforzheim betreffen, was rund 30 Mitarbeiter ausmacht.

Um den Standort langfristig zu sichern, erachtet die Unternehmensleitung den Stellenabbau als notwendig. Kramski hat bereits Kurzarbeit eingeführt, da die Produktionskapazität derzeit nicht vollständig ausgelastet ist. Der Stellenabbau soll möglichst sozial verträglich gestaltet werden, wobei eine Maßnahme zur sozialen Verträglichkeit der Wechsel in eine Transfergesellschaft in Betracht gezogen wird. Im Hinblick auf die internationale Aufstellung hat Kramski ferner Standorte in den USA, Indien und Sri Lanka.

Neuer CEO und strategische Neuausrichtung

Seit dem 1. März 2025 ist Ingolf Gröning der neue CEO der Kramski GmbH. Er verstärkt die Geschäftsführung zusammen mit Alexander Granget und Jörg Carle. Die Gesellschaftsstruktur bleibt unverändert, da Kramski weiterhin zu 100 Prozent in Familienbesitz ist. Ziel der Neubesetzung ist die Präzisierung der strategischen Ausrichtung und die zukunftssichere Positionierung des Unternehmens.

Gröning, der Elektrotechnik in Aachen studierte und in Magnetschwebetechnologie promovierte, bringt langjährige Erfahrung in der Antriebs- und Systemtechnik mit. Vor seiner Tätigkeit bei Kramski war er unter anderem für die strategische Neuausrichtung der Aquis Group AG verantwortlich. Er übernimmt die Gesamtverantwortung für die Firmengruppe, einschließlich der Tochtergesellschaften in Sri Lanka, den USA und Indien. Ingolf Gröning folgt auf Andreas Kramski, der sich nach einer Übergangsphase aus der operativen Führung zurückzieht, aber als Gesellschafter und Mitglied des Firmenbeirats weiterhin aktiv bleibt. Am Stammsitz in Pforzheim beschäftigt das Unternehmen aktuell etwa 310 Mitarbeiter.

Wie [Merkur](https://www.merkur.de/wirtschaft/firmengeschichte-arbeitsplaetze-abbauen-familienunternehmen-muss-erstmals-in-93605019.html) berichtet, plant das Unternehmen den Stellenabbau aufgrund schwacher Nachfrage nach Neuaufträgen und einer sinkenden Fertigungsauslastung. Ein Großteil der Mitarbeiter befindet sich bereits in Kurzarbeit. Andreas Kramski hat angekündigt, den betroffenen Mitarbeitern faire Lösungen für einen sozialverträglichen Übergang anzubieten, einschließlich der Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Zusätzlich, wie [BNN](https://bnn.de/pforzheim/pforzheim-stadt/kramski-gmbh-neuer-ceo-ingolf-groening-uebernimmt-stellenabbau-in-pforzheim-angekuendigt) berichtet, wird die Geschäftsführung zukünftig unter Gröning die strategischen Weichen für die Kramski Group stellen, um angesichts der aktuellen Herausforderungen neu austariert aufgestellt zu sein.