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Blutiger Streit in Ravensburg: 32-Jähriger wegen Totschlags verurteilt!

Ein 32-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Gambia wurde vom Landgericht Ravensburg wegen Totschlags verurteilt und erhielt eine Haftstrafe von 13 Jahren. Zudem ordnete das Gericht die Sicherungsverwahrung an. Die Tat fand im August 2024 vor einem Supermarkt in Ravensburg statt, als der Angeklagte einen 25-jährigen Asylbewerber aus Somalia erstach.

Der Angeklagte ging zunächst mit einer leeren Weinflasche auf das Opfer los, bevor er sieben Mal mit einem Messer stach. Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Tat als „öffentliche Hinrichtung“, währen Zeugen sie mit einem „Horrorfilm“ verglichen. Die Anklage forderte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes, sah jedoch die Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe nicht als gegeben an. Das Gericht stellte fest, dass das Opfer nicht arglos gewesen sei.

Tatverlauf und Hintergrund

Der Angeklagte gestand die Tat zu Prozessbeginn und behauptete, aus Notwehr gehandelt zu haben. Laut seinen Angaben gehörte das Messer, mit dem er stach, dem Opfer. Vor der Tat hatten der Angeklagte und das Opfer, die beide in einer Flüchtlingsunterkunft lebten, sich wiederholt gestritten. Der Angeklagte war vor der Tat bereits wegen versuchter Tötung vorbestraft und hatte zuletzt fünf Jahre im Gefängnis verbracht. Er war ein Jahr vor der Tat auf freien Fuß gekommen und war vor rund 14 Jahren aus Gambia nach Deutschland gekommen, wo sein Asylantrag abgelehnt wurde. Er wurde jedoch in Deutschland geduldet.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da der Anwalt des Angeklagten bereits Revision angekündigt hat. Der Richter wies darauf hin, dass der Angeklagte als gefährlich für die Allgemeinheit angesehen wird. Der Angeklagte gestand, dass er vorhatte, seinen Mitbewohner zu töten, zeigte jedoch keine Reue für sein Handeln. Ein Streit zwischen den beiden hatte einen Tag vor der Tat stattgefunden; der 25-Jährige war neu in der Flüchtlingsunterkunft.

Weitere Details zu dem Vorfall berichteten auch die Stuttgarter Nachrichten, die die brutalen Umstände sowie die rechtlichen Konsequenzen des Messerangriffs detailliert darlegten.