Rottweil

Göllsdorf: Verkehrsmarkierung mit Haifischzähnen bleibt aus – Bürger empört!

In Göllsdorf wird keine Verkehrsmarkierung mit Haifischzähnen eingeführt, wie der Schwarzwälder Bote berichtete. Uwe Meier, ein Mitglied des Ortschaftsrats, äußerte Unmut über die Entscheidung und fühlte sich übergangen. Er hatte vorgeschlagen, die Kreuzung Kloster-Holunderstraße mit Haifischzähnen zu kennzeichnen, um auf die „Rechts vor links“-Regel aufmerksam zu machen. Bürgermeisterin Ines Gaehn informierte, dass solche Maßnahmen in Rottweil nicht gerne gesehen werden. Auch die Anbindung an das Neubaugebiet Brunnenäcker hat die Frequentierung der Kreuzung erhöht, weshalb Meier eine Neubewertung der Situation als erforderlich ansah.

Eine Verkehrsschau fand statt, deren Ergebnisse jedoch die Kennzeichnung mit Haifischzähnen ohne Begründung ablehnten. Meier zeigte sich fassungslos über diese Entscheidung, besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass in Rottweil eine wenig genutzte Fahrradstraße blau übermalt wird. Hans Maier, ein weiterer Ortschaftsrat, kritisierte die Ablehnung ohne Begründung und war verärgert über die mangelnde Information vor der Verkehrsschau. Ortsvorsteher Reiner Hils erklärte, dass er nicht an der Verkehrsschau teilgenommen habe und lediglich informiert wurde, dass 30 Piktogramme erneuert werden.

Alternative Ansätze zur Verkehrssicherheit

WEKA berichtet wird. Die Markierung „Haifischzähne“ hebt eine Wartepflicht abseits von Hauptverkehrsstraßen hervor. Sie sind jedoch keine Gebote oder Verbote, sondern verdeutlichen eine andere verkehrsrechtliche Regelung. Der Gemeindevorstand hat beschlossen, an 11 kritischen Kreuzungen die Markierung anzubringen, um auf zahlreiche Beschwerden von Einwohnern zu reagieren. Die Verkehrspolizei äußerte sich zurückhaltend, da die Regel „Rechts vor Links“ ihrer Meinung nach eindeutig sei.

Der Bürgermeister wird für jede Markierung eine straßenverkehrsrechtliche Anordnung erstellen und diese individuell begründen. Die Markierungen werden als „Feldversuch“ betrachtet, um die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer zu testen. Die Gemeinde plant, die Akzeptanz der Markierungen durch einen Fragebogen zu überprüfen, während die Kosten für das Anbringen der „Haifischzähne“ auf 6.000 Euro geschätzt werden. In einer persönlichen Erhebung wartete der Autor des Artikels 15 Minuten an einer der Kreuzungen, ohne dass Autofahrer anhielten.