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Silberwarenmuseum Schwäbisch Gmünd: Saisonstart mit spannenden Neuerungen!

Das Silberwarenmuseum in der ehemaligen Ott-Pauserschen Fabrik in Schwäbisch Gmünd freut sich, am 30. März 2025 nach der Winterpause seine Türen wieder zu öffnen. Wie Schwäbische Post berichtet, erweckt das Museum den Eindruck, als hätten die Mitarbeiter gerade Feierabend gemacht, da Maschinen und Goldschmiedetische original erhalten geblieben sind.

Zur Eröffnung der neuen Saison wird ein geführter Rundgang angeboten, ergänzt durch Vorführungen des Goldschmiedemeisters Thomas Raschke. In dieser Saison liegt der Schwerpunkt auf den Musterbüchern aus vergangenen Gmünder Silberwarenfabriken, die dem Museum unter anderem von den Firmen Wilhelm Binder, Deyhle, Forster, Dominikus Kott und Wilhelm Wolff übergeben wurden. Diese Musterbücher dienen zur Information der Kunden und als Vorlage für die Produktion.

Historisches Erbe und Erhaltungsarbeiten

Im Winter wurden notwendige Pflege- und Erhaltungsarbeiten am historischen Gebäude durchgeführt, unter anderem die Instandsetzung des Dachs über dem Gasmotor. Regelmäßige Kontrollen von Fenstern, Fassade und Innenräumen fanden ebenfalls statt, wobei Originalmöbelstücke in verschiedene Räume zurückgebracht wurden.

Die Produktionsabläufe im Museum entsprechen weiterhin jenen des 20. Jahrhunderts, wobei die Technik historisch geblieben ist. Ein Großteil der hergestellten Waren wurde ins Ausland exportiert, so auch jährlich Bijouterien im Wert von 200.000 Gulden nach Kuba im 19. Jahrhundert. Zwischen 1851 und 1873 konnte das Unternehmen bei großen Weltausstellungen in London, München, Paris und Wien zahlreiche Medaillen gewinnen.

Das Silberwarenmuseum wurde 1992 durch eine bürgerschaftliche Initiative eröffnet, nachdem 400.000 Mark an Spendengeldern gesammelt wurden. Die beeindruckende Ott-Pausersche Fabrik, die 1845 errichtet wurde, gilt als das älteste erhaltene Fabrikgebäude in Schwäbisch Gmünd und ist gut erhalten geblieben.

Das Museum bietet eine Vielzahl von historischen Maschinen, darunter Schmelzofen, Krafthammer, Walzwerke, Fallhammer, Drahtziehbank sowie Schleif- und Poliermaschinen. Auf den Arbeitsplätzen für Graveure, Ziseleure und Goldschmiede im Obergeschoss und im Maschinenraum mit Gesenken im Erdgeschoss wird die lange Tradition der Silberwaren-Produktion lebendig gehalten.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19 Uhr sowie an Wochenenden von 11 bis 17 Uhr.