
In Schwenningen gibt es Unruhe unter Eltern und Lehrervertretern über die Zukunft der Grundschüler. Der Umbau des Schulgebäudes Hallerhöhe, das als neue Grundschule dienen soll, stand auf der Agenda des Technischen Ausschusses, wurde jedoch kurzfristig abgesetzt. Der Grund dafür ist ein umstrittener Vorschlag zur dauerhaften Unterbringung der Kinder in Container-Modulen am Schulzentrum Deutenberg, der Einsparungen in Höhe von 4,5 Millionen Euro bewirken könnte, wie der Südkurier berichtete.
Die Idee zur Container-Unterbringung, die zuvor nur als vorübergehende Maßnahme während der zweijährigen Umbauphase der Hallerhöhe betrachtet wurde, sorgte während einer Ortsbesichtigung am 1. April für Empörung. Oberbürgermeister Jürgen Roth zeigte Verständnis für die Ängste der Eltern und erklärte, dass die Container-Schule aus finanziellen Gründen geprüft werde. Der Vorschlag wird gegenwärtig als Denkmodell betrachtet, und es wurde noch keine Priorisierung zwischen den Optionen einer zweijährigen Auslagerung oder einer dauerhaften Container-Unterbringung vorgenommen. Die Stadtverwaltung plant, die Möglichkeiten zu prüfen und die Ergebnisse im Mai zur Entscheidung vorzulegen.
Hintergründe zur Grundschule Hallerhöhe
Das Schulgebäude Hallerhöhe, welches zuvor als Außenstelle des Gymnasiums diente und während der Corona-Pandemie als Abstrichstelle genutzt wurde, steht aufgrund einer notwendigen Generalsanierung nun im Fokus. Aktuell wird für den Schulverbund am Deutenberg eine Auslagerung geprüft, da in Schwenningen etwa 170 Grundschulplätze fehlen, was den Umbau zur zweizügigen Grundschule mit acht Klassen erforderlich macht. Bislang existierten in VS keine festen Container-Schulen; Container wurden lediglich als vorübergehende Ausweichquartiere genutzt. Die Stadt sieht sich zudem mit einer steigenden Verschuldung konfrontiert, die voraussichtlich bis Ende 2025 auf 80 Millionen Euro anwachsen könnte.
Zusätzlich berichtete der Schwarzwaelder Bote, dass der Standort Hallerhöhe seit 2022 als neue Grundschule festgelegt wurde und bereits bauliche Anpassungen geplant waren. Allerdings stellte sich heraus, dass eine Generalsanierung des Gebäudes erforderlich ist, was zur Folge hat, dass die Erstklässler vorerst im Container unterrichtet werden müssen. Das Containerdorf ist am Rand eines großen Sportplatzes platziert und wird in der Übergangszeit bis zur Fertigstellung der Sanierungsarbeiten genutzt.