Villingen-Schwenningen

Uhrenfieber in Genf: Vom Sentiment zum Preisgewitter bei „Bares für Rares“!

In Genf findet derzeit die „Watches and Wonders“, die größte Uhrenmesse der Welt, statt, wo renommierte Marken wie Rolex und Patek Philippe ihre neuen Modelle präsentieren. Inmitten dieser extravaganten Veranstaltung bringt ein Verkäufer aus Villingen-Schwenningen, Gerd, eine alte Bundeswehr-Uhr zur beliebten TV-Sendung „Bares für Rares“. Diese Uhr sticht durch ihren ungewöhnlichen Glasboden hervor, der bei solchen Modellen nicht üblich ist.

Während des Verkaufsprozesses bietet Gerd emotionale Einblicke in die Geschichte der Uhr. Moderator Horst Lichter äußert sein Erstaunen darüber, warum Gerd eine so bedeutungsvolle Uhr verkaufen möchte, da der Verkäufer leidenschaftlich von ihr erzählt. Gerd erklärt, dass in seiner Familie niemand die Uhr tragen möchte und er aus diesem Grund einen neuen Besitzer finden möchte. ZDF-Uhren-Experte Sven Deutschmanek bewertet die Heuer-Uhr positiv und schätzt ihren Wert auf 5.500 bis 6.000 Euro. Susanne Steiger, eine der Händlerinnen, bietet schließlich 4.000 Euro, was das höchste Gebot darstellt. Gerd, der unsicher ist und den Rat seiner Frau in Anspruch nimmt, hat sich ursprünglich eine Preisgrenze von 5.000 Euro gesetzt. Letztendlich entscheidet er sich jedoch, die Uhr an Steiger zu verkaufen.

Hohe Erwartungen bei einer Heuer-Uhr

Parallel zu diesem Vorfall wird in einer anderen Episode von „Bares für Rares“ eine Heuer-Uhr angeboten, die der Verkäufer, Franz Spiess aus Berlin, vor 50 Jahren von einem Kollegen erwarb. Spiess hatte die Uhr jahrelang in einem Etui aufbewahrt und möchte sie nun verkaufen, um von einer Wertsteigerung zu profitieren. Diese Uhr ist eine Heuer Autavia mit Handaufzugswerk, die Ende der 60er Jahre auf den Markt kam. Heuer, ein Hersteller, der heute als Tag Heuer bekannt ist, besteht seit 1985.

Die Uhr wurde umfassend generalüberholt, erforderte jedoch eine Erneuerung des Leuchtstoffs im Zeiger und des Glases. Spiess hat eine Preisvorstellung von mindestens 10.000 Euro, auf die Moderator Horst Lichter sichtlich überrascht reagiert. Auch Uhren-Experte Sven Deutschmanek schätzt den Wert der Uhr in einem Bereich von 8.000 bis 11.000 Euro. Im Händlerraum eröffnen die Gebote bei 500 Euro und steigen über 1.500 Euro bis auf 3.000 Euro, was von einem anderen Händler als guter Preis angesehen wird. Dennoch bleibt Spiess bei seiner ausgehandelten Schätzung von 8.000 bis 11.000 Euro, wünscht sich mindestens 6.000 Euro für die Uhr. Nach weiteren Verhandlungen einigt sich Schmitz-Avial mit Spiess, der letztlich zufrieden ist, trotz seiner nicht vollständig erfüllten Preisvorstellung.