KonstanzVillingen-Schwenningen

Warnstreik in Konstanz: Busse und Fähren bleiben am 11. März still!

Am 11. März 2025 wird in Konstanz ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr stattfinden, der erhebliche Auswirkungen auf den Bus- und Fährbetrieb der Stadtwerke Konstanz haben wird. Der Streik beginnt am Dienstag um 3.45 Uhr und endet am Mittwoch, dem 12. März, um 3.45 Uhr für die Stadtbusse. Für die Fähre Konstanz-Meersburg wird der Streik um 4.35 Uhr beginnen und am Mittwoch um 5.05 Uhr enden, wie der Südkurier berichtete.

Es wird erwartet, dass zahlreiche Mitarbeitende des Bus- und Fährbetriebs ihre Arbeit niederlegen. An diesem Tag werden keine Busse im Liniennetz der Stadtwerke fahren, einschließlich der Schulbusse. Insbesondere fallen die Buslinien 700 (Konstanz-Ravensburg) und 7394 (Konstanz-Friedrichshafen) zwischen bestimmten Haltestellen aus. Pendler und Fahrgäste werden aufgefordert, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Radfahrer und Fußgänger können einen Ersatzverkehr mit dem Fahrgastschiff „MS Stuttgart“ nutzen, das acht Mal je Richtung zwischen den BSB-Häfen in Meersburg und Konstanz verkehrt. Fahrkarten der Fähre sowie der genannten Buslinien werden auf dem Ersatzschiff anerkannt, und gültige Jahreskarten für die Fähre berechtigen zur Nutzung von Nahverkehrszügen zwischen Friedrichshafen, Überlingen, Radolfzell und Konstanz ohne zusätzliche Kosten.

Details des Warnstreiks

Im Zuge des Warnstreiks wird es in Konstanz auch zu einer Demonstration kommen, die um 10 Uhr auf dem Benediktinerplatz beginnen soll. Die Streikenden treffen sich bereits ab 8 Uhr in Petershausen. Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft ver.di fordert acht Prozent mehr Lohn, mindestens 350 Euro mehr pro Monat, höhere Zuschläge für belastende Tätigkeiten und eine Anhebung der Ausbildungslöhne um 200 Euro. Zudem wird die Gewährung von drei zusätzlichen freien Tagen zur Entlastung verlangt. Die dritte Verhandlungsrunde dazu findet vom 14. bis 16. März in Potsdam statt.

Berichte über ähnliche Warnstreiks zeigen, dass die Gewerkschaft ver.di bundesweit zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen in mehr als 50.000 Beschäftigten von kommunalen Bahn- und Busanbietern aufgerufen hat. Die Warnstreiks betreffen vor allem den Nahverkehr in acht Bundesländern, darunter Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wie tagesschau.de berichtete. In mehreren Großstädten, darunter Stuttgart und Frankfurt am Main, sind Ausfälle bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen zu erwarten, während S-Bahnen und Regionalverbindungen der Deutschen Bahn nicht betroffen sind.