
Die Greta-Fischer-Förderschule in Dachau steht vor einem großen Problem: Sie benötigt dringend eine Sanierung und Erweiterung. In einer Sitzung des Schulausschusses im Landratsamt äußerte Schulleiterin Viktoria Ledermann ihre Frustration über die Situation. Der Kreistag diskutierte den Ausbau des sonderpädagogischen Förderzentrums, doch der aktuelle Standort der Schule ist baulich in einem schlechten Zustand. Ein Neubau für das baufällige Haus 2 ist geplant, der jedoch voraussichtlich 20 Millionen Euro kosten wird. Zudem wird ein zweiter Standort in Indersdorf angestrebt.
Während die Landkreisverwaltung die „große Lösung“ abgelehnt hat, wurde stattdessen eine „Mini-Lösung“ vorgeschlagen. Dieser Vorschlag sieht vor, einen Teil der Schule an den Standort Steinstraße auszulagern sowie einen teilweisen Neubau von Haus 2. Ledermann kritisierte diese Entscheidung scharf und betonte, dass die Schulfamilie seit Jahren auf eine wirkliche Lösung wartet. Die Eltern der Schüler sind enttäuscht, da sie hoffen, dass ihre Kinder nicht mehr nach Dachau fahren müssen. Diese Situation wurde von Marese Hoffmann (Grüne) und anderen Kreisräten unterstützt, die ebenfalls Bedenken gegen die kleine Lösung äußerten.
Weitere Entwicklungen im Schulprozess
Eine vollständige Verlagerung der Förderschule an die Steinstraße wurde als nicht möglich erachtet, da das Josef-Effner-Gymnasium ebenfalls Räumlichkeiten benötigt. Kreisrat Stefan Kolbe (CSU) forderte eine Vertagung der Entscheidung, um mehr Informationen über die Kosten und Örtlichkeiten zu erhalten. Es wurde beschlossen, dass die Kreisräte mit der Verwaltung und den Schulleitungen Ortsbegehungen durchführen. Die Verwaltung soll bis Mitte Juli Vorschläge inklusive Kosten und Zeitplan vorlegen, bevor ein finaler Beschluss getroffen werden kann.
Die Greta-Fischer-Schule ist ein Sonderpädagogisches Förderzentrum, das sich auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen konzentriert. Ziel ist es, Selbstwertgefühl und schulische Kompetenzen aufzubauen. Der Unterricht wird individuell und fachlich in Absprache mit Schülern sowie Eltern gestaltet. Zu den Angeboten zählen kleinere Klassen von der Vorschul- bis zur Hauptschulstufe. Der Fokus liegt auf der maximalen Potenzialentfaltung in Bereichen wie Wahrnehmung, Motorik, Sprache, Lernen und Verhalten.
Zusätzlich zielt die Schule darauf ab, Lern-Kompetenzen wie Selbststeuerung und aufmerksames Handeln zu fördern. Schülerinnen und Schüler lernen zudem, Verantwortung für sich, andere und die Umwelt zu übernehmen, wobei kooperatives Lernen in Gruppen einen hohen Stellenwert hat.