
In Strehlow hat Kathleen Mannke, 43 Jahre alt, eine Leidenschaft für Papierkram und möchte diese nun nutzen, um anderen zu helfen. Viele Menschen sind oft überfordert, wenn es darum geht, Behördenbriefe und Formulare auszufüllen. Mannke, die seit mehr als 18 Jahren im Büro einer Fensterbaufirma arbeitet, hat Erfahrung mit Aufträgen, Rechnungen und Anträgen. Sie empfindet das Ausfüllen von Dokumenten nicht als Belastung, sondern als Herausforderung.
Ihr Ziel ist es, mit ihrem neu geplanten „Schreibservice“ vor allem älteren Menschen und Inhabern kleinerer Unternehmen, die sich keine eigene Bürokraft leisten können, unter die Arme zu greifen. Mannke hat eine Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin für Fremdsprachen absolviert, in der auch Polnisch und Englisch gelehrt wurden. Dennoch empfindet sie auch das sogenannte Behördendeutsch als eine Herausforderung, die viele Menschen zurückschrecken lässt.
Neuer Büroservice in Planung
Nach Feierabend hat Kathleen Mannke nun die Möglichkeit, ihre Klienten zu unterstützen, da ihr Kind bereits ausgezogen ist und ihr Mann beruflich stark eingespannt ist. Weil sie ihre Büroarbeit in ihrem Hauptjob liebt, hat Mannke ihr Unternehmen als Nebengewerbe angemeldet. Laut arbeitsratgeber.de ist die Existenzgründung als Bürodienstleister besonders geeignet für Arbeitnehmer mit Erfahrung in Verwaltung, Sekretariat oder Buchhaltung. Die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen steigt, da Unternehmen Büroaufgaben aus Kostengründen häufig auslagern.
Inhaber kleiner Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, Büroarbeiten zu bewältigen, die mit festangestellten Mitarbeitern schwer zu erledigen sind. Ein professioneller Büroservice kann hier als kostensparende Alternative zur festangestellten Sekretärin fungieren. Dabei variiert der Einsatz von wenigen Stunden pro Woche bis hin zu ganzen Wochentagen und umfasst Tätigkeiten wie allgemeine Korrespondenz, Texterfassung und Backoffice-Aufgaben.