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Fieber bei Kindern: Expertenabend in Hofheim gibt wertvolle Tipps!

Am Dienstag, dem 11. Februar, findet von 18:30 bis 20 Uhr eine hybride Informationsveranstaltung zum Thema Fieber bei Kindern statt. Die Veranstaltung wird von der Gesundheitsregionplus Landkreis Haßberge, der vhs Landkreis Haßberge e.V. und dem Medizinischen Versorgungszentrum für Kinder- und Jugendmedizin Haßberge organisiert. Der Fokus liegt auf Fieber bei Kindern, insbesondere während der Wintermonate, in denen Erkältungswellen und grippale Infekte häufig auftreten.

Fieber ist ein häufiges Symptom bei Kindern und kann auch unabhängig von Infekten auftreten. Es wird als Schutzreaktion des Körpers angesehen, die das Immunsystem aktiviert. Die Vortragenden Dr. Annegret Weller, Dr. Katrin Offenberger und Dr. Arman Behdjati-Lindner werden verschiedene Themen ansprechen, darunter:

  • Wann leidet ein Kind unter Fieber?
  • Wie misst man Fieber schmerzfrei?
  • Was sollte man bei Fieber tun?
  • Wann ist eine ärztliche Untersuchung nicht zwingend erforderlich?
  • Wann sollte Kontakt mit dem Kinder- und Jugendarzt aufgenommen werden?

Teilnahme und Anmeldung

Der Präsenzteil der Veranstaltung findet in der vhs Hofheim, Marktplatz 5, 97461 Hofheim in Unterfranken, statt. Zusätzlich wird ein digitaler Vortrag sowie eine moderierte Fragerunde angeboten. Interessierte können sich bis zum 7. Februar per E-Mail an gesundheitsregion@hassberge.de anmelden. Die Einwahldaten für die digitale Teilnahme werden am Veranstaltungstag per E-Mail verschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Für weitere Fragen steht Benjamin Herrmann zur Verfügung. Er ist telefonisch unter 09521 27490 erreichbar, weitere Kontaktmöglichkeiten sind vorhanden.

In Deutschand gibt es unterdessen keine einheitlichen Leitlinien zum symptomatischen Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen. Wie das PTA Magazin berichtet, fehlen derzeit Vorgaben für den Umgang mit fieberhaften Zuständen. Die Erstellung einer S3-Leitlinie für das ambulante Fiebermanagement wurde im November 2020 begonnen, und ihre Fertigstellung ist für den 1. November 2024 geplant. Auf dem Kongress für Kinder- und Jugendmedizin in Mannheim wurden erste Empfehlungen vorgestellt.

Laut den neuen Empfehlungen sollten Fiebermessungen je nach Methode unterschiedlich ausfallen. Eine Ohrmessung ist ähnlich präzise wie eine rektale Messung, während Messungen im Mund, an der Stirn oder in der Achsel niedrigere Temperaturen aufweisen können. Eltern sollten ermutigt werden, die Temperatur nicht nur anhand von Zahlen zu beurteilen, sondern auch den Allgemeinzustand des Kindes zu berücksichtigen. Warnzeichen für schwere Infektionen sind unter anderem Bewusstseinsstörungen, starke Schmerzen und eine Fieberdauer von mehr als drei Tagen. Kinder unter drei Monaten sollten bei einer Temperatur von 38 Grad Celsius sorgfältig untersucht werden.

Die Empfehlungen für Eltern umfassen unter anderem regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, das Schaffen einer angenehmen Umgebungstemperatur und die Vermeidung von schwerer Kost. Auch Wadenwickel können bei Unwohlsein hilfreich sein, sollten jedoch körperwarm angewendet werden, wie das PTA Magazin anmerkt.