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Handyverbot an Schulen: Hamburgs neue Empfehlungen für mehr Ordnung!

Die Diskussion über die Nutzung von Handys an Schulen gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Während in einigen Bundesländern klare Gesetze zur Handynutzung erlassen werden, verfolgt Hamburg einen anderen Ansatz.

In Hamburg plant die Schulbehörde kein gesetzliches Handyverbot, sondern möchte Empfehlungen veröffentlichen. Die Entscheidung über die Handynutzung liegt in den Händen der Schulen, die auf Grundlage von Schulkonferenzen und Hausordnungen Regelungen selbst festlegen können. Die Schulbehörde betont die Notwendigkeit, dass Eltern und Schüler gemeinsam klare Regeln erarbeiten, um eine praktische Umsetzung zu gewährleisten. Voraussichtlich werden die Empfehlungen sowohl für Grundschulen als auch für die Klassen 5 bis 8 erstellt, wobei der genaue Zeitpunkt für die Veröffentlichung noch unklar ist. Schulkonferenzen sollen zu Beginn des neuen Schuljahres die Beratungen aufnehmen.

Reaktionen und Initiativen

Die Hamburger Schüler:innenkammer unterstützt die Idee einer gemeinsamen Beschlussfassung über die Handy-Regeln. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) steht einem generellen Handyverbot kritisch gegenüber, und auch die Elternkammer in Hamburg erkennt keine klare Mehrheitsmeinung für ein solches Verbot. Zudem fordert die Elterninitiative „Smarter Start ab 14“ das Einsammeln von Smartphones vor Unterrichtsbeginn und hat dazu eine Petition mit über 65.000 Unterschriften bei der Bildungsministerkonferenz eingereicht. Viele Schulen wünschen sich klare und verbindliche Regeln zur Mediennutzung.

Eine ähnliche Problematik wird auch im Nordrhein-Westfälischen Schulministerium behandelt, welches [auf seiner Webseite](https://www.schulministerium.nrw/25032025-handlungsempfehlung-handynutzung) erläutert, dass Handys mittlerweile fester Bestandteil des Schulalltags junger Menschen sind. Um die Konzentration und das soziale Miteinander nicht zu beeinträchtigen, braucht es verbindliche Regeln. Viele Schulen haben bereits eigene Nutzungsregelungen für Handys und Smartwatches etabliert; das Schulministerium unterstützt die Schulen bei der Erarbeitung solcher Regeln. Ziel ist es, ein verantwortungsvolles Medienverhalten zu fördern, indem Grundschulen ein generelles Handyverbot in Betracht ziehen und weiterführende Schulen den souveränen Umgang mit digitalen Medien vermitteln.

Darüber hinaus sind Schulen aufgefordert, bis zu den Herbstferien 2025 eigene Handyregeln zu entwickeln. Alle Beteiligten, einschließlich Lehrkräften, Schülern, Eltern und Schulsozialarbeit, sollen in diesen Prozess einbezogen werden. Die empfohlenen Regelungen umfassen unter anderem ein Handyverbot oder eingeschränkte Nutzung auf dem Schulgelände, in Pausen und im Unterricht sowie die Festlegung von Handy- und handyfreien Zonen.