
Kassel hat am 1. April 2025 das erste Indoor-Elektro-Festival seit 13 Jahren gefeiert. Die Veranstaltung fand in der Messehalle an der Damaschkestraße statt und zog geschätzte 4.000 Besucher an. Veranstalter Christian Minke, der das Amen-Festival nach Kassel gebracht hat, erhielt überwiegend positive Rückmeldungen von den Gästen, die nach der Corona-Pause wieder feiern konnten. Besonders ältere Besucher erinnerten sich an die glorreichen Zeiten in Kasseler Clubs wie Stammheim und A.R.M.
Ein besonderes Highlight des Festivals war der Auftritt der DJ-Legende Sven Väth, der als Headliner auftrat. Die Veranstaltung sorgte für lange Warteschlangen an der Garderobe, insbesondere um 1 Uhr in der Nacht. Der Mainfloor hatte starken Sound und beeindruckende Lichteffekte, die mit denen des Berghains in Berlin vergleichbar waren. Das Publikum kam aus ganz Hessen, was an den unterschiedlichen Kennzeichen auf dem Parkplatz deutlich wurde. Das Festival endete am Sonntag um 8:30 Uhr, nachdem DJ Zoka gegen 00:30 Uhr die Bühne an Sven Väth übergeben hatte.
Ein weiteres Festival geplant
Das nächste Amen-Festival ist bereits für den 28. März 2026 in Planung. Die Club-Szene in Kassel hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt, doch die Leidenschaft für elektronische Musik bleibt stark. Das Amen-Festival hat zum Ziel, Kassel als Standort für elektronische Musik weiterzuentwickeln und könnte sich als Techno-Mekka etablieren, wie auch das Kasseler Solå-Festival, das jährlich im August stattfindet.
Sven Väth, geboren am 26. Oktober 1964 in Offenbach am Main, ist eine prägende Figur der internationalen Musikszene und hat in den 1980er Jahren seine Karriere begonnen. Er wurde bekannt durch das Musikprojekt OFF und die Eröffnung des Clubs Omen in Frankfurt. Mittlerweile hat er diverse Musiklabels gegründet und war maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Techno-Kultur beteiligt. Aktuelle Projekte von Väth umfassen das Museum für Moderne Elektronische Musik (MOMEM) in Frankfurt und sein jüngstes Album „Catharsis“, während er weiterhin als Gründer des Labels Cocoon Recordings einen wichtigen Beitrag zur Szene leistet, wie Wildwechsel berichtete.