
In Hessen steigt die Waldbrandgefahr aufgrund von trockener Witterung und höheren Temperaturen. Das Hessische Forstministerium warnt insbesondere in Südhessen vor einer erhöhten Gefährdung. Aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Waldbrandgefahr mittlere bis hohe Werte erreicht, was vor allem durch vertrocknetes Reisig, Laub und Gras des Vorjahres begünstigt wird.
Zusätzlich stellen unverwertbares Kronenrestholz und Reisigmaterial aus Sturm- und Borkenkäferschäden potenziell brennbares Material dar. Besonders auffällig ist der trockene Februar, gefolgt von geringen Niederschlägen in der ersten Märzhälfte, die die Waldbrandgefahr weiter steigern.
Vorfälle und Vorsichtsmaßnahmen
Im Verlauf dieses Monats gab es bereits erste Waldbrände in Hessen: Am 9. März brannten im Nationalpark Kellerwald-Edersee etwa 15.000 Quadratmeter Waldboden. Am 18. März wurden in Hanau und Jossgrund jeweils rund 700 Quadratmeter Waldboden und Vegetation in Mitleidenschaft gezogen, wie Darmstadt News berichtete.
Die Forstbehörden bitten Waldbesucher um erhöhte Vorsicht, insbesondere bei intensiver Freizeitnutzung im Wald. Grillen darf nur an ausgewiesenen Grillstellen stattfinden, wobei Funkenflug und unsachgemäßes Löschen unbedingt zu vermeiden sind. Rauchverbot gilt in Wäldern, und Zigarettenkippen sollten keinesfalls aus Fahrzeugen geworfen werden, da sie Brände verursachen können. Zudem ist es wichtig, Zufahrtswege freizuhalten und Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen.
Die Anzahl der Waldbrände in Hessen ist in den letzten Jahren deutlich gesunken: von 264 Bränden im Jahr 2022 auf nur 25 Brände im vergangenen Jahr, wie Welt.de festhält. Die aktuelle Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Brandgefahr zunächst vorübergehend hoch bleibt, jedoch für das kommende Wochenende eine Besserung mit kälterem Wetter und leichten Regenfällen in Aussicht steht.