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Insolvenz in Uhingen: REHM Schweißtechnik kämpft um die Zukunft!

Die REHM GmbH u. Co. KG Schweißtechnik aus Uhingen hat beim Amtsgericht Göppingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Mitarbeiter des Unternehmens, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Schweißgeräten und Zubehör spezialisiert hat, wurden über die Situation informiert, jedoch befindet sich der Prozess noch in einem frühen Stadium. Aktuell sind rund 100 Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt.

Am 1. April 2025 ordnete das Amtsgericht ein vorläufiges Insolvenzverfahren an und ernannte Rechtsanwalt Marcus Winkler von der Kanzlei WINKLER & PARTNER als vorläufigen Verwalter. Er hat bereits erste Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebs eingeleitet, mit dem Ziel, das Unternehmen fortzuführen und eine tragfähige Sanierungslösung zu finden. Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens sind die Gehälter der Mitarbeiter durch Insolvenzgeld abgesichert, und die Agentur für Arbeit übernimmt die entsprechenden Zahlungen.

Hintergrund und Zukunftsperspektiven

Das Unternehmen, gegründet 1974 von Georg Rehm, hat sich über die Jahre von einem lokalen Servicebetrieb zu einem international agierenden Hersteller entwickelt. REHM erlangte in den 1980er Jahren Bedeutung durch innovative Konzepte in der Stromquellendynamik bei seinen Schweißgeräten. Heute umfasst das Produktportfolio Impulslichtbogen-MIG/MAG-Anlagen sowie moderne Invertertechnik und Schweißzubehör.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Marcus Winkler plant, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in den kommenden Wochen zu analysieren und verschiedene Sanierungsoptionen zu prüfen. Gespräche mit relevanten Beteiligten zur Fortführung des Unternehmens sind ebenfalls vorgesehen, und der Geschäftsbetrieb soll trotz der Insolvenz weiterhin ohne Einschränkungen aufrechterhalten werden. Kunden können auch weiterhin auf die Produkte und Dienstleistungen von REHM zugreifen.

Die Insolvenz von REHM tritt in einem Kontext ein, in dem Baden-Württemberg von einer Insolvenzwelle betroffen ist, die mehrere große und mittelständische Unternehmen betrifft, wie [merkur.de](https://www.merkur.de/wirtschaft/international-taetiges-technikunternehmen-ist-insolvent-wie-geht-es-weiter-93664299.html) berichtete. Über die Ursachen der Insolvenz wurden keine konkreten Angaben gemacht, jedoch wird vermutet, dass hohe Kosten sowie eine sinkende Nachfrage und Investitionsbereitschaft zur aktuellen Situation beigetragen haben, wie auch [pleiteticker.info](https://pleiteticker.info/2025/04/03/rehm-schweisstechnik-beantragt-insolvenz-betrieb-bleibt-vorerst-bestehen-100-mitarbeiter-betroffen/) anmerkte.