
In Trebnitz bei Merseburg wurde eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Laut Stern ist die Entschärfung der Bombe für 12:00 Uhr geplant. Die Evakuierungsmaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen, rund 130 Menschen aus Trebnitz und Gut Werder wurden evakuiert. Mehrere Straßen wurden für die Sprengung gesperrt, und die örtlichen Ordnungsbehörden sind im Einsatz.
Vier Personen, die keinen Platz bei Familienangehörigen oder Bekannten finden konnten, wurden in der Rischmühlenhalle in Merseburg untergebracht. Ein Sperrradius von 750 Metern um die Fundstelle wurde eingerichtet, wobei die Bundesstraße 81, die Landstraße 183 sowie die Ortseinfahrt Trebnitz betroffen sind. Auch Straßen in Merseburg sind von den zeitweisen Sperrungen betroffen.
Weitere Bombenentschärfungen in Halle
Am gleichen Tag wurde auch in Halle eine Bombenentschärfung durchgeführt. Hier wurde die 14. Fliegerbombe auf der Silberhöhe erfolgreich entschärft, wie mz.de berichtete. Eine weitere Fliegerbombe musste aufgrund eines beschädigten Zünders vor Ort gesprengt werden. Um 13:39 Uhr gab die Einsatzleitung Entwarnung, nachdem die Evakuierung aufgehoben wurde und Anwohner zurückkehren konnten.
Insgesamt mussten 2.700 Personen ihre Häuser verlassen. 135 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Polizei waren vor Ort. Die Turnhalle der Grundschule Silberwald diente als Aufenthaltsort für evakuierte Bewohner, während die Berufsfeuerwehr aus Magdeburg mit einer mobilen Einsatzzentrale unterstützte. Die Evakuierung der angrenzenden Wohnhäuser im 500-Meter-Radius um die Fundstelle begann um 10 Uhr. Ein Bürgertelefon wurde seit 7 Uhr geschaltet und die Stadt informierte über die Warn-App „Katwarn“.