
In Trebnitz wurde am Mittwochnachmittag eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Dies geschah während Sondierungsarbeiten. Die Entschärfung der Bombe ist für Donnerstag, den 13. Februar 2025, vorgesehen.
Um die Sicherheit während der Entschärfung zu gewährleisten, wird das betroffene Gebiet ab 10 Uhr für die Öffentlichkeit gesperrt, und die Evakuierung der Anwohner beginnt bereits ab 8 Uhr. Ein Sperrradius von 750 Metern umfasst große Teile von Trebnitz, darunter besonders betroffene Straßen wie die Werderstraße und die Dorfstraße Trebnitz.
Evakuierungsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen
In Meuschau ist lediglich ein Haus von der Evakuierung betroffen. Für die Entschärfung der Bombe werden zudem die B181, die L183 sowie die Ortseinfahrt Trebnitz gesperrt. Die Rischmühlenhalle in Merseburg wird ab 8 Uhr als Notunterkunft zur Verfügung stehen. Hilfsbedürftige Anwohner können bereits ab 6.30 Uhr einen Transport unter der Telefonnummer 03461 40-1252 anfordern.
Die Polizei, Feuerwehr und das Ordnungsamt verteilen Flyer mit wichtigen Informationen an die betroffenen Haushalte. Bewohner werden angehalten, vor dem Verlassen ihrer Wohnungen Feuerstellen zu löschen, Gashähne abzudrehen und Fenster sowie Türen zu schließen. Es wird geraten, wichtige Medikamente mitzunehmen und Haustiere in geschlossenen Räumen zu unterbringen. Des Weiteren bitten die Behörden darum, Nachbarn, die hör- oder sehbehindert oder fremdsprachig sind, über die Situation zu informieren. Aktuelle Informationen sind über das Lokalradio abrufbar, während die Notrufnummern 110 und 112 nur in echten Notfällen genutzt werden sollten.
Wie die Recherche zu ähnlichen Vorfällen zeigt, liegen in Deutschland schätzungsweise 100.000 bis 300.000 Tonnen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in den Böden. Jährlich müssen etwa 5.000 dieser Blindgänger geräumt werden, viele werden zufällig bei Bauarbeiten oder durch Landwirte entdeckt. Diese Funde müssen umgehend der Polizei gemeldet werden. Oft müssen Bomben direkt vor Ort entschärft werden, was mit Risiken verbunden ist, da ältere Bomben meist unberechenbar sind. Bei Bombenfunden ist es üblich, einen Sicherheitsradius für Evakuierungen festzulegen. Auch wenn es in Deutschland zu einem oder zwei Selbstdetonationen pro Jahr kommt, sind präventive Maßnahmen wie in Trebnitz von großer Bedeutung, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten, wie die Informationen von ardalpha.de verdeutlichen.