Saalekreis

Gefährliche Entdeckung! 250 kg-Bombe zwingt Trebnitz zur Evakuierung!

Am 12. Februar 2025 wurde bei Sondierungsarbeiten im Merseburger Ortsteil Trebnitz eine 250 kg schwere englische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst plant, die Munition am selben Tag ab 12:00 Uhr zu entschärfen. Aufgrund dieser Maßnahmen wurde ein Sperrradius von 750 Metern um den Fundort festgelegt, was eine Teil-Evakuierung der Ortslagen Trebnitz und Gut Werder zur Folge hat.

Die Bundesstraße 181, die Landesstraße 183 sowie die Ortseinfahrt Trebnitz werden gesperrt. Die Ordnungsbehörden haben das Gebiet weiträumig abgesperrt. Die PNVG-Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt mbH wurde über die Änderungen im Linienverkehr informiert.

Evakuierungsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen

Für die Evakuierung sind einige Straßen im Radius von 750 Metern betroffen. Dazu gehören die Werderstraße, Am Werder (östliche Seite der Brücke nach Werder), An der alten Ziegelei sowie die Dorfstraße in Trebnitz. Betroffene Einwohner und Anlieger müssen die Gefahrenzone sowie ihre Wohnungen ab 08:00 Uhr verlassen. Personen, die keine Unterbringungsmöglichkeiten haben, können die Rischmühlenhalle in Merseburg als vorübergehende Unterkunft nutzen. Pflegebedürftige Personen, die den Gefahrenbereich nicht selbstständig verlassen können, können unter der Telefonnummer 03461 40 1252 Transportanmeldungen anfordern. Ambulante Pflegedienste werden ebenfalls gebeten, sich unter dieser Nummer zu melden.

Die Stadtverwaltung informiert die Öffentlichkeit darüber, dass es keinen Grund zur Sorge gebe. Vor dem Verlassen der eigenen vier Wände sollten die Bewohner folgende Sicherheitsvorkehrungen treffen: offene Feuerstellen löschen, Gashähne absperren, Heiz- und Kochgeräte ausschalten sowie Fenster und Türen schließen. Haustiere sind zu versorgen und in geschlossene Räume zu bringen, und notwendige Medikamente sollten bevorratet werden. Außerdem wird empfohlen, Nachbarn mit Hör- und Sehbehinderungen sowie Personen mit mangelnden Deutschkenntnissen über die Evakuierungsmaßnahmen zu informieren.

Die Entschärfung der Bombe ist nach Berichten der Mitteldeutschen Zeitung und von Hallanzeiger für Donnerstagmittag geplant. Der genaue Stand der Evakuierung und die Anzahl der betroffenen Personen sind momentan noch unklar.