
Am 15. März 2025 lädt die Interessensgruppe „Barrierefreies Stendal“ zu einer Stadtteilbegehung im Stadtseegebiet Stendal ein. Ziel der Veranstaltung ist es, Barrieren zu erkennen und Verbesserungsmöglichkeiten für eine barrierefreie Gestaltung aufzuzeigen. Oberbürgermeister Bastian Sieler wird die Erkundung begleiten, die um 14 Uhr am Stadtteilbüro Stendal-Stadtsee (Adolph-Menzel-Straße 18, 39576 Hansestadt Stendal) beginnt.
Johanna Michelis, die örtliche Teilhabemanagerin, hebt die Bedeutung von Barrierefreiheit für alle hervor. Während der Begehung wird in zwei Gruppen erkundet: Gruppe 1 besichtigt den Bahnhof „Stendal-Stadtsee“ und das Roland-Ärztehaus, während Gruppe 2 sich auf die Ladenzeile, das Altmark-Forum und die Kreuzung Dr.-Kurt-Schumacher-Straße/Stadtseeallee konzentriert. Die Erkundung legt den Fokus auf öffentliche Wege, Gebäude und Einrichtungen und deren Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen sowie Eltern mit Kinderwagen.
Dokumentation und künftige Gespräche
Die impressions- und anregungsbezogenen Ergebnisse der Begehung werden dokumentiert und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Nach der Erkundung wird über die gemachten Erfahrungen und den Abbau von Barrieren gesprochen. Der organisatorische Ablauf wird von Stadtteilmanagerin Ulrike Geringer unterstützt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch erwünscht. Interessierte können sich für Rückfragen und Anmeldungen an das örtliche Teilhabemanagement unter der Telefonnummer 03931 607194 oder per E-Mail wenden.
Die Interessengruppe „Barrierefreies Stendal“ wurde 2019 gegründet und setzt sich für Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe in Stendal ein. Zu den Mitgliedern gehören Stendaler Bürger mit und ohne Behinderung sowie Vertreter diverser Beratungsstellen und Verbände. Die Gruppe trifft sich etwa alle zwei Monate und ist aktiv in der Öffentlichkeit tätig.
In einem verwandten Kontext berichtete [MDR](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/stendal/inklusion-barrierefreiheit-bahnhof-verbesserungen-102.html), dass der Inklusionsbeirat in Stendal ebenfalls eine Begehung durchführte, um die Barrierefreiheit im Nahverkehr zu prüfen. Dabei wurde der Bahnhof Seehausen, der wenig barrierefrei ist, inspiziert. Von 23 Bahnhöfen im Landkreis sind 19 stufenfrei (83%) und 3 weitreichend barrierefrei (13%). Der Bahnhof Seehausen soll ab 2025 im Rahmen eines Modernisierungsprogramms barrierefrei umgebaut werden.