
Am 19. Februar 2025 kam es in einem Einfamilienhaus im Kreis Herzogtum Lauenburg zu einer verheerenden Explosion. Nach ersten Ermittlungen steht der LG-Batteriespeicher der Solaranlage unter Verdacht, die Ursache für den Vorfall gewesen zu sein. Das betroffene Haus gilt aufgrund der entstandenen Schäden als einsturzgefährdet. Glücklicherweise waren die Bewohner zum Zeitpunkt des Unglücks im Urlaub, weshalb es keine Verletzten gab. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt, wie [chip.de](https://www.chip.de/nachrichten/rueckrufe,135817/verheerende-explosion-batteriespeicher-unter-verdacht-hersteller-startet-rueckruf_2880fd07-45b4-4e3a-8bb0-2cc49e9c470a.html) berichtet.
Im Zuge der Ermittlungen konzentrieren sich die Maßnahmen auf mögliche technische Defekte oder Überlastungen des Batteriespeichers. LG Energy Solution ESS Battery Division hat in Reaktion auf den Vorfall einen Rückruf für bestimmte Heimbatterien angekündigt. Die betroffenen Batteriemodelle können überhitzen und in einigen Fällen Feuer fangen. Zur Risikominimierung führt das Unternehmen eine kostenlose Diagnosesoftware ein, um gefährdete Batterien zu identifizieren. Abgeschaltete Geräte werden kostenfrei ersetzt und vom Grundstück entfernt. Die betroffenen Modelle umfassen unter anderem die RESU3.3, RESU6.5, RESU10, RESU13 sowie die RESU7H, die in anderen Systemen ohne LG-Marke verwendet werden.
Rückrufaktion und Sicherheitsmaßnahmen
In einer weiteren Maßnahme hat der Fertighausanbieter Viebrock präventiv alle LG-Speicher in seinen Typenhäusern, die zwischen 2017 und 2024 gebaut wurden, in den Stand-by-Modus versetzt. Auch andere Speicher wurden vorsorglich gedrosselt, um potenzielle Risiken zu minimieren, wie [pv-magazine.de](https://www.pv-magazine.de/unternehmensmeldungen/lg-stromspeicher-unter-verdacht-akku-rueckruf-durch-hersteller-nach-haus-explosion-positive-verbraucherurteile-in-senec-faellen/) berichtet. Dies geschieht, nachdem in der Vergangenheit bereits weitere Vorfälle mit LG-Batteriemodulen aufgetreten sind, wie etwa ein Feuer in Werne, Nordrhein-Westfalen, im November 2024.
Die LG-Rückrufaktion bezieht sich konkret auf Batteriemodelle, die zwischen 2017 und 2019 hergestellt wurden, insbesondere die Modelle RESU10H und RESU7H. LG bietet den Kunden eine kostenfreie Inspektion sowie den Austausch der betroffenen Batterien an. Betroffene Verbraucher können sich bezüglich ihrer Ansprüche an die Rechtsanwaltsgesellschaft Dr. Stoll & Sauer wenden, die in der Vergangenheit bereits positive Urteile für Kunden von ähnlichen Produkten erstritten hat.