JenaPolitik

Terrorpläne auf Schweden: Jena verurteilt IS-Anhänger zu langem Gefängnis!

Im Rahmen eines Staatsschutzverfahrens wurden zwei gebürtige Afghanen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nach Angaben des Oberlandesgerichts Jena planten die Männer einen Anschlag auf das schwedische Parlament. Die Motivation hinter ihren Plänen waren Koran-Verbrennungen, die im Jahr 2023 in Schweden stattfanden. Die beiden Verurteilten waren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie Verabredung zum Mord angeklagt. Sie leben seit 2015 beziehungsweise 2016 in Deutschland und hatten vor ihrer Festnahme in Gera, Ostthüringen, gewohnt. Die Männer wurden im vergangenen Jahr kontrolliert, als sie von Tschechien zurückkehrten, wo sie Waffen für den geplanten Anschlag beschaffen wollten. Zu diesem Zeitpunkt standen sie bereits unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, wie Deutschlandfunk berichtete.

In einem anderen Vorfall in Schweden wurde ein Mann tot in seiner Wohnung in Södertälje bei Stockholm aufgefunden. Der 38-jährige Salwan Momika war wegen Koran-Verbrennungen angeklagt und wurde mit Schussverletzungen gefunden. Sein Tod ereignete sich nur wenige Stunden vor der erwarteten Urteilsverkündung, was eine Anpassung und Vertagung des Urteils erforderlich machte, teilte das Stockholmer Amtsgericht mit. Momika hatte 2023 in mehreren anti-islamischen Demonstrationen Koran-Exemplare verbrannt. Die schwedische Regierung verurteilte die Koran-Verbrennungen und hob die Terrorwarnung auf die zweithöchste Stufe an. Berichten zufolge könnte Momika während eines Live-Streams auf TikTok erschossen worden sein. Ein Video zeigt, wie die Polizei ein Handy aufnimmt und den Stream beendet. Die Koran-Verbrennung gilt als blasphemisch und hat Empörung sowie Drohungen von Dschihadisten ausgelöst, wie ZDF berichtete.