
Die Stadt Tübingen muss ihre Planungen für ein neues Hallenbad am Freibad vorerst einstellen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Tübingen (SWT) hat in einer Sitzung beschlossen, die Arbeiten am Hallenbad Süd auszusetzen. Diese Entscheidung fällt in einen Kontext, in dem die Kommune mit einem Haushaltsdefizit von 25 Millionen Euro kämpft, was die Bereitstellung von 400.000 Euro für die Planungen als unwahrscheinlich erscheinen lässt, wie gea.de berichtet.
Oberbürgermeister Boris Palmer erläuterte, dass der Gemeinderat darüber entscheiden muss, ob ein Weisungsbeschluss für die Gesellschafterversammlung erteilt wird. In Anbetracht der finanziellen Situation wird nun auch die Sanierung des alten Hallenbads Nord auf Waldhäuser Ost als Alternative in Betracht gezogen. Die Kosten für eine solche Sanierung sind momentan unbekannt, die Planungen sollen jedoch diese Informationen liefern. Für die Untersuchung der Sanierung werden etwa 100.000 Euro benötigt, die die Stadtverwaltung bereitstellen muss.
Finanzielle Hürden beim Neubau
Die Pläne für das neue Hallenbad am Freibad stehen aufgrund eines fehlenden Budgets von rund 30 Millionen Euro ebenfalls vor dem Aus. Palmer hebt hervor, dass angesichts der Finanzkrise der Kommunen nur ein Hallenbad realisiert werden kann. Zudem berichten swr.de, dass der Gemeinderat im Januar zwei Optionen besprochen hatte: die Erhaltung des bestehenden Hallenbads Nord oder den Neubau eines Hallenbads am Freibad. Letztlich fiel die Entscheidung zugunsten der Sanierung des alten Hallenbads, dessen Kosten erst in einem Jahr bekannt werden.
Die Planungen für das neue Hallenbad, das ein 50-Meter-Sportbecken, ein Lehrschwimmbecken und einen Bereich für Kleinkinder umfassen sollte, sind damit bis auf Weiteres auf Eis gelegt. Obwohl ein Architekten-Entwurf bereits vorliegt und Palmer sich für den Neubau stark gemacht hat, um den Bedürfnissen von Vereinen und Sportlern gerecht zu werden, müssen nun die bestehenden Optionen priorisiert werden.