
Am Standort Saarbrücken plant ZF, in den kommenden Monaten 200 Menschen befristet einzustellen, während gleichzeitig bis zum Jahr 2028 über 3000 Stellen abgebaut werden sollen. Diese alarmierenden Perspektiven wurden während einer Betriebsversammlung am 31. März 2025 bekannt gegeben. Patrick Selzer, ein Vertreter des Betriebsrates, kritisierte, dass trotz der Informationsveranstaltung keine Lösung für die drängenden Kernprobleme der Zukunft gefunden wurde, wie rheinpfalz.de berichtete.
Derzeit arbeiten rund 8500 Mitarbeiter in Saarbrücken. Die Unternehmensleitung plant jedoch, in diesem Jahr zusätzliche 1000 Stellen abzubauen. Mario Kläs, der Vorsitzende des Betriebsrates, wies darauf hin, dass Löhne und Arbeitszeiten nicht weiter reduziert werden dürfen. Die Gespräche über den geplanten Arbeitsplatzabbau gestalten sich als schwierig, während gleichzeitig ein neuer Auftrag eines Großkunden ansteht, der möglicherweise 200 weitere Mitarbeiter für sechs Monate benötigen könnte, so tagesschau.de.
Unsichere Zukunft für die Beschäftigten
Werksleiter Andreas Hubbuch äußerte, dass die kurzfristigen Ausblicke für den Standort stabil erscheinen, warnte jedoch vor möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch US-Zölle. Kläs forderte mehr Klarheit für die Beschäftigten und möchte mit der Unternehmensführung über Lösungen verhandeln. Für die Mitarbeiter besteht eine Beschäftigungssicherung bis Ende des Jahres. Allerdings herrscht Unklarheit über eine mögliche Abspaltung der E-Division von ZF, zu der auch die Getriebeproduktion in Saarbrücken gehört. Eine Entscheidung des Unternehmens-Vorstandes über die Abspaltung soll im Laufe des Jahres fallen.