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Wasser im Universum: Wie Sternexplosionen das Leben möglich machten!

Die Suche nach den Ursprüngen des Lebens im Universum hat eine faszinierende Wendung genommen. Forscher aus Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben Computersimulationen von Sternexplosionen durchgeführt, die darauf hindeuten, dass bereits 100 bis 200 Millionen Jahre nach dem Urknall große Mengen Wasser im Weltall existiert haben könnten. Diese Erkenntnisse stellen die Annahme in Frage, dass Wasser erst viel später im Universum verfügbar war, wie [WELT] berichtet. Wasser, eine essentielle Lebensgrundlage auf der Erde, könnte demnach früher als gedacht zur Entstehung lebensfreundlicher Planeten beigetragen haben.

Wasser setzt sich aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammen. Der Wasserstoff bildete sich direkt nach dem Urknall, während der Sauerstoff durch Kernfusion in Sternen entstand. Die Simulationen zeigen, dass bei der Supernova-Explosion massereicher Sterne, die nur für wenige Millionen Jahre leben, erhebliche Mengen an Sauerstoff ins All geschleudert werden. Beispielhaft ist hier die Explosion von Cassiopeia A (Cas A) zu nennen, die vor etwa 350 Jahren stattfand. Die Forscher untersuchten die Supernova einer hypothetischen 200 Mal schwereren Sonne, bei deren Explosion etwa 55 Mal so viel Sauerstoff entsteht, wie die Sonne wiegt. Dieser Sauerstoff kann sich mit Wasserstoff verbinden und Wasser bilden, das sich in dichten Gaswolken sammelt, aus denen neue Sterne und Planeten hervorgehen können. Auf einigen dieser Planeten könnten flüssiges Wasser und lebensfreundliche Bedingungen existieren.

Frühes Wasser im Universum

Wie [Welt der Physik] berichtet, war Wasser bereits gemäß den Simulationen in der Anfangsphase des Universums vorhanden, was die Hypothese stützt, dass das Leben möglicherweise früher entstanden sein könnte als bisher angenommen. Während Wasser erst ab etwa zwei Milliarden Jahren nach dem Urknall nachgewiesen wurde, legen die neuen Erkenntnisse nahe, dass die frühen Wasserreserven eine entscheidende Rolle bei der Bildung von planetaren Systemen spielten. Diese massereichen Sterne leuchteten für Millionen Jahre und hatten somit das Potenzial, Wasser zu generieren, das sich in kühlen Gaswolken ansammeln konnte.

Zusammenfassend könnte die Entdeckung, dass Wasser im Universum früher existierte, als bislang angenommen, die Grundlagen unseres Verständnisses über die Entwicklung von Leben im All verändern und wirft neue Fragen auf, wie und wann sich das Leben im Universum tatsächlich entwickelt haben könnte.