
Am 29. und 30. März 2025 endet die „normale“ Mitteleuropäische Zeit (MEZ), auch Winterzeit genannt. An diesem Wochenende werden die Uhren in der Nacht um 2 Uhr eine Stunde vorgestellt. Damit wird die Umstellung auf die Sommerzeit eingeläutet, die dazu führt, dass diese Nacht eine Stunde kürzer sein wird. Diskussionen über das endgültige Ende der Zeitumstellung sind in der Vergangenheit zwar geführt worden, jedoch bestehen derzeit keine Änderungen in Sicht, wie MDR berichtete.
Die Zeitumstellung kann bei vielen Menschen Phänomene hervorrufen, die einem Jetlag ähneln. Der menschliche Körper benötigt dabei üblicherweise Zeit, um sich an Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus zu gewöhnen. Bereits eine Stunde Zeitumstellung kann die „innere Uhr“ der meisten Menschen aus dem Takt bringen. Diese innere Uhr ist im Gehirn verankert und besteht aus kleinen Ansammlungen von Nervenzellen, die den Lichteinfall auf die Augen überwachen und Körpertemperatur, Hormonausschüttung sowie Stoffwechselgeschwindigkeit regulieren. Nach der Zeitumstellung benötigt die „innere Uhr“ in der Regel ein bis zwei Tage, um sich auf den neuen Rhythmus umzustellen.
Auswirkungen des zirkadianen Rhythmus
Der zirkadiane Rhythmus, auch innere Uhr genannt, steuert wichtige Körperfunktionen wie die Hormonausschüttung, den Schlaf-Wach-Rhythmus, den Stoffwechsel und die Immunfunktion. Melatonin spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da es den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und bei Dunkelheit vermehrt ausgeschüttet wird. Eine Abweichung von einer Stunde kann diese innere Uhr erheblich aus dem Gleichgewicht bringen, was Symptome wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten hervorrufen kann. Licht ist der wichtigste Zeitgeber für die innere Uhr; Tageslicht hilft, die Melatonin-Produktion zu drosseln, sodass regelmäßige Pausen im Freien sowie morgendliche Spaziergänge empfohlen werden. Diese Informationen wurden von oe24 bereitgestellt.
Um den Herausforderungen der Zeitumstellung entgegenzuwirken, sind einige Strategien hilfreich. Dazu gehören feste Schlafenszeiten, ein geregelter Tagesablauf sowie der Verzicht auf schwere und späte Mahlzeiten. Unregelmäßige Schlafgewohnheiten und Schlafmangel können nicht nur das Immunsystem schwächen, sondern auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Langfristige Störungen des zirkadianen Rhythmus stehen zudem im Zusammenhang mit Depressionen und Angststörungen.