Garmisch-Partenkirchen

Sicherheitsalarm: So feiert das Oberland den Fasching 2025!

Der Beginn der fünften Jahreszeit wird in diesem Jahr von besonderen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Wie Radio Oberland berichtete, steht die Sicherheit bei den Faschings-Umzügen im Oberland im Fokus. Heute, am 27. Februar 2025, erwarten die Veranstalter bis zu 10.000 Menschen beim traditionellen Gaudiwurm in Landsberg. Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, werden dieses Jahr einige Maßnahmen ergriffen.

Erstmals wird die Polizei in diesem Jahr eine Drohne zur Einsatzlenkung verwenden. Zudem kommen Lastwagen als mobile Barrieren an den Eingängen zur Altstadt von Landsberg zum Einsatz. In Penzberg werden Betonpoller Teil des Sicherheitskonzepts für den Gaudiwurm am Sonntag sein. Die Route des Umzugs wurde bereits angepasst, um mögliche Risiken zu minimieren. In weiteren Städten wie Schongau und Tölz werden mobile Straßensperren eingesetzt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind eine Reaktion auf den Anschlag in München, der mehr als 30 Verletzte forderte, und führen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Sicherheitskonzepte und Herausforderungen

Die Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen bei Karnevalsumzügen hat sich landesweit intensiviert. Nach dem Vorfall in München haben viele Städte ihre Konzepte überprüft und verschärft. Laut n-tv setzen mittlerweile zahlreiche Vereine auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter Poller und Fahrzeuge. Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, erklärte, dass Anpassungen und zusätzliche Auflagen an die Vereine weitergegeben wurden. In diesem Kontext klagen viele Vereine über steigende Kosten, die eventuell zur Absage weiterer Umzüge führten.

Für die größten Umzüge, die am Rosenmontag in Städte wie Köln, Düsseldorf und Mainz stattfinden, plant die Polizei in Mainz einen Einsatz von über 1100 Kräften. Die Gewerkschaft der Polizei fordert eine kontinuierliche Überprüfung der Sicherheitskonzepte und weist darauf hin, dass bereits fünf Umzüge abgesagt wurden, darunter in Marburg und Kempten. Die Sicherheitsanforderungen sind seit den Ereignissen in München massiv verschärft worden, wobei ein einheitliches Vorgehen und gemeinschaftliche Lösungen zur Kostensenkung gefordert werden.