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Bei den aktuellen Wahlen in Hamburg wird die Stadt künftig mit 13 Abgeordneten im neuen Bundestag vertreten sein. Dies bedeutet einen Rückgang von drei Mandaten im Vergleich zur vorherigen Wahl.
Die Verteilung der Abgeordneten sieht vor, dass die SPD, die CDU und die Grünen jeweils drei Abgeordnete entsenden. Die Linke und die AfD stellen jeweils zwei Abgeordnete. Sechs dieser Abgeordneten ziehen über Direktmandate in den Bundestag ein, während sieben über die Landesliste ihrer Partei ins Parlament einziehen.
Wahlresultate und Mandatsverluste
Die SPD bleibt trotz des Verlusts von drei Mandaten mit 22,7 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft in Hamburg. Der Verlust resultierte unter anderem aus der Niederlage von Dorothee Martin (SPD), die ihr Direktmandat im Wahlkreis Nord an Christoph Ploß (CDU) abgeben musste. Auch Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) scheiterte bei seiner Bewerbung um ein Parlamentsmandat in Eimsbüttel. Die SPD-Mandate wurden nun durch Aydan Özoğuz, Falko Droßmann und Metin Hakverdi gewonnen.
Die CDU konnte sich hingegen auf 20,7 Prozent verbessern, was einem Plus von 5,3 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2021 entspricht. Dennis Thering, Landesvorsitzender der CDU, sieht seine Partei bereits in „Schlagdistanz“ zur SPD. Die Grünen erzielten ein Ergebnis von 19,3 Prozent und damit das beste grüne Landesergebnis, das über dem Bundesschnitt liegt. Till Steffen und Linda Heitmann, die ihre Direktmandate verteidigten, sowie Spitzenkandidatin Katharina Beck ziehen ebenfalls in den Bundestag ein.
Die Linke konnte 14,4 Prozent der Stimmen erreichen. Cansu Özdemir von der Linken gewann überraschend ein Bundestagsmandat. Die AfD hingegen erreichte mit 10,8 Prozent das erste Mal zweistellige Ergebnisse und sieht dies, laut ihrem Chef Dirk Nockemann, als „Rückenwind“ für die bevorstehende Bürgerschaftswahl. Die AfD stellt nun zwei Abgeordnete im Bundestag: Alexander Wolf und Bernd Baumann.